Rückblick(e)


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Eintrag am 20. Juni 2011

"Tai & Friends" mit dem kleinen Pokälchen...Irgendwie habe ich Brandenburg immer noch nicht verdaut, das ganze Dilemma hängt noch in mir. Obwohl es in der Mannschaft mit dem Lochen klappt. Beim PBC Backnang und mit "Tai & Friends". Gemeinsam mit Mehmet, Tobi und Hansi sowie unsere Ersatzspieler Peter und Werner haben wir am 4.Juni zur vierten Auflage des Alpha-Cups in Aschersleben erstmals die Champions League Trophy geholt - Und einen Wahnsinnsspaß gehabt. Danke an dieser Stelle Sven und Sebastian mit Frauen für die gelungene Ausrichtung. Auch nächstes Jahr kommen wir gerne wieder - müssen ja auch - und werden dann wieder jubeln:

Wir haben das Ding !!!!!!!!!!

Der Erfolg in Aschersleben also als Motivationsspritze für die nächsten Aufgaben? Ich hoffe, steht doch das nächste Großereignis vor der Tür: Die WPA-Weltmeisterschaften vom 31. August bis 4. September im polnischen Kielce. Ich plane keine Medaille oder hab sonst eine Platzierung im Köpfchen. Ich will einfach nur Spaß haben!

Deshalb mach ich mir auch keinen Kopf - Was kommt, das kommt...



Eintrag am 17. April 2011

Seit meinem frühen Ausscheiden bei den diesjährigen Europameisterschaften habe ich mich nicht mehr gemeldet. Der Grund ist ganz einfach: Ich bin mächtig angefressen! Ich weiß auch immer noch nicht, was denn nun der Grund für das katastrophale Abschneiden war. Während ich im 8-Ball das Viertelfinale knapp verpasst habe, durfte ich mich im 9- und 10-Ball über den letzten Platz "freuen". Nur schlecht gespielt zu haben, die ´Ausrede´ ist mir zu banal. Einen schlechten Tag gehabt? Nee, wenn dann eine schlechte Woche... Wer die EM in Brandenburg Revue passieren lassen möchte, hier Links zu meinem Tagebuch sowie Schnappschüsse von der EPBF und von Markus Hofstätter - Dankeschön für die Erlaubnis zu Verlinkung!

Meine Motivation an den Pooltisch zurückzukehren, die lässt derzeit auch zu Wünschen übrig. Der Stachel sitzt einfach zu tief. Zudem hatte ich gehofft wieder bei den offenen Saarlandmeisterschaften Ende April Spaß auf mehr zu bekommen. Unser Sportfreund Werner Feß sagte diese aber nun kurzfristig ab.

Somit wird die nächste Herausforderung, neben den letzten zwei Mannschaftsspieltagen, der
4. Alpha-Cup in Aschersleben sein. "Tai & Friends" - das sind meine Teampartner Mehmet, Tobi, Hansi, Holger, Werner und ich - fordern am 4. Juni wieder verschiedene Auswahlteams und Vereinsmannschaften aus Sachsen-Anhalt heraus. Wir alle freuen uns auf das Wiedersehen mit Sven, Sebastian, Jana & Co., und der Titel soll nach zwei 3. Plätzen endlich ins Schwobaländle entführt werden!


Mir wird´s sicherlich bald wieder gut gehen und bin dann wieder fit für jeden Spaß. Danke für eure Unterstützung, ich melde mich wieder...



Eintrag am 23. Januar 2011

Neues Jahr - Neues Glück? Ich hoffe, ihr seid ebenso gut und gesund ins Neue Jahr wie ich, damit wir wieder neue Aufgaben guten Mutes angehen können.

Im Fokus bei mir stehen natürlich die
Europameisterschaften 2011 im März in Brandenburg an der Havel. Ein Wiedersehen nicht nur für mich, als ich vor 4 Jahren an derselben Stelle Bronze im 9-Ball ergatterte. Auch mein Maskottchen erhielt ja damals durch das EPBF-Schiedsrichtergespann seine Anerkennung - Und seine persönliche Medaille. Dafür gilt es ab sofort heftig zu trainieren. Mein Kumpel Mehmet hat sich wieder ein Trainingsprogramm durchdacht. Ich will nicht viel verraten, aber habt ihr schon einmal mit Gewicht gespielt? Der Junge hat doch ´nen Knall. Da ich ja aber auch nicht der Normalste der Welt bin verstehen wir uns ja prächtig. Ich freue mich jedenfalls auf schweißtreibende Einheiten...

Dazu kommt noch die Neuauflage unseres "Duells". Woche für Woche geht es nun in den drei Wettkampfdisziplinen 8-, 9- und 10-Ball um das Rennen schnellstmöglich je 99 Spiele zu gewinnen. Kampfansage an Mehmet: "Zieh Dich warm an!"... ;-)

Der 5.Platz bei der WM im Dezember ist auch abghakt, ändern kann ich eh nichts mehr. Aber ich denke, ich habe das ein und andere dazugelernt. Der Spielbetrieb im Kombimannschaft geht weiter und endlich auch bald wieder Regionalliga-Fußball.

Eine schöne Ehre wurde mir durch die Backnanger Kreiszeitung erteilt. Die haben mich zum "Sportler des Jahres" nominiert. Allein diese Nominierung freut mich, auch wenn ich bei der Sportlerparty der Stadt Backnang am 18. Februar nicht die begehrte Trophäe erhalten sollte.

Packen wir´s an! Vor der EM werde ich mich, vermutlich mit Muskelkater, nochmals melden.



Eintrag am 17. Dezember 2010

Schwuppdiwupp, schon wieder ist ein Jahr vorbei, Weihnachten und der Jahreswechsel steht vor der Tür. Zudem reichlich Schnee, warum bin ich nur so schnell aus Nevada und Kalifornien zurückgekommen?

Der Trip zur WM in Reno (USA) sowie der anschließende Urlaub war schön. Schön wie letztenendes auch das gesamte Jahr 2010. Und unter dem Strich auch erfolgreich. Im Frühjahr gab es die Bronzemedaille sowie einen 5. und 9. Platz bei den Europameisterschaften in Zagreb (Kroatien). Während ich bei der WM die Medaillenränge knapp verpasste und die Welttitelkämpfe auf Platz 5 abschloss gab es zweimal Edelmetall bei den nationalaen Meisterschaften im Oktober in Bad Wildungen. Den Titel im 9-Ball verteidigt, wegen eines einzigen Spiels im 8-Ball noch Bronze erobert. Zudem kamen weitere schöne Turniere mit vielen Erinnerungen, z.B. beim "Danube-Cup" in Komarno (Slowakei), dem Vergeichskampf zwischen meinem Team "Tai & Friends" bei meinen Billardfreunden in Aschersleben/Sachsen-Anhalt oder den offenen saarländischen Meisterschaften bei Werner Feß BC Kirkel. Mit meinem Team vom PBC Backnang hatten wir den Aufstieg in die Landesliga erst in der Relegation vermasselt, was aber auch nicht so wild ist, weil wir jetzt unserem Billard-Nachwuchs besser in den Spielbetrieb integrieren können.

Mit "wir" meine ich dabei meinen Kumpel und Trainer Mehmet. Er bringt nicht nur die viele Zeit auf gemeinsam mit mir unsere 10- bis 13-Jährigen zu trainieren, er trimmt mich auch immer wieder für meine Großveranstaltungen.

Vielen Dank dafür, lieber Mehmet!

An dieser Stelle möchte ich mich eigentlich bei so vielen Menschen bedanken, die mich privat und sportlich unterstützen. Stellvertretend für euch ALLE möchte ich mich dabei namentlich bei Dieter und Reiner Eblen von der Eblen GmbH in Backnang bedanken.

Euch ALLEN wünsche ich von Herzen ein schönes Weihnachtsfest im Kreise eurer Liebsten sowie einen Superstart ins neue Jahr. Lasst am 31.12. um 24 Uhr die Korken knallen - Und lasst uns gemeinsam anstossen auf ein gesundes und hoffentlich ähnlich erfolgreiches 2011. Wie sagt unser Kapitän der SG Sonnenhof Großaspach immer? "Bleibt sexy!"



Nachlese: Tai´s WM-UPDATES

     1. Gewinnerrunde gegen Charles Interante (USA) --- 9:7
     2. Gewinnerrunde gegen Darrell Rahn (USA) --- 9:3
     3. Gewinnerrunde gegen Kurt Deklerck (Belgien) --- 9:5
     4. Gewinnerrunde gegen Roy Kimberley (GB) --- 5:9
     6. Verliererrunde gegen Danny Luton (GB) --- 6:9

Mein "WM-Tagebuch"

Mo., 29.11.:
So, bin im Peppermill Hotel & Casino in Reno angekommen. Der 29-stündige Trip von der Haustür bis zum Airport San Francisco und unserem ersten Motel in Gilroy schlauchte allerdings nicht sehr. Mehr machte mich der Virus zu schaffen, den ich mir am Mittwoch daheim einfing... Dennoch ging´s erst einmal zum Shoppen ehe uns der Mietwagen über Sacramento und die schneebedeckten Berge der Sierra gestern nach Reno, NV, brachte. Glück gehabt, ein Tag zuvor, während es in Gilroy ohne Ende regnete, war in der Sierra tiefster Winter und ohne Schneeketten lief gar nichts. Ohne Probleme erreichten wir aber das Domizil, das Atlantis Hotel & Casino. Schickes Zimmer, bin happy jetzt hier zu sein.
Mittlerweile verfolge ich die Spiele der Junioren-WM [
zur HP hier] [Livestream]. Manuel Ederer hat zum Auftakt gleich einmal abgeloost, im Moment sind Simone Künzl und Jasmin Michel an den, so habe ich mir sagen lassen, nicht sehr spielenswerten Tischen. Haut rein Mädels! Wie es bei mir und Teamkollegen Jo Schuler weitergeht, weiß ich auch noch nicht genau. Einen echten Ansprechpartner der Rolli-WM zu finden ist genauso schwer wie den Jackpot der Slotmaschinen zu knacken...
Also schauen wir erst einmal weiter und drücken unseren Jungs und Mädels die Daumen. Weitere Updates folgen dann unten Stück für Stück, schaut öfters vorbei und meldet euch mit euren Kommentaren in meinem
Gästebuch...
Aus Reno, euer "Cowboy" Tai :-)

Mo., 29.11.:
Nun gut, meine Trainingssession habe ich bereits abgeschlossen. Während andere Teilnehmer noch sich an den 9 Kugeln versuchen tut mir ganz einfach der Handballen und der Ellenbogen weh. Der dicke Teppich ist ein Killer! Und das Material... Hm, besser ist ich sage nichts dazu. Meine Gegner spielen schließlich auf demselben Müll. Aber einige nette Wiedersehen gab es, mitunder Taka aus Japan - Und in seiner Begleitung Chika, die ich 2004 auf den Japan Open kennenlernen durfte. Heute Abend wollen wir noch gemütlich was trinken gehen, zu spät wird es für mich aber nicht. Zwar starte ich erst Morgen um 15 Uhr (24 Uhr Deutschland), um 11:30 Uhr muss ich aber schon hier in der Location zum Players-Meeting sein. Die Wartezeit dazwischen nervt etwas, aber okay. Gute Nacht - Oder besser: Guten Morgen, euer Tai. :-)

Di., 30.11., 1 pm:
Schade, für Jasmin Michel ist die Junioren-WM leider schon Geschichte. Simone Künzl beginnt jetzt ihre Partie auf der Verliererseite. Dort ist Manuel Ederer im Moment auf dem Weg zum ersten Sieg. Die ersten Würfel sind auch bei "meiner" Weltmeisterschaft gefallen, sprich die Auslosung wurde vollzogen. In der 1.Hauptrunde treffe ich auf den US-Amerikaner Charles Interante. Von der Papierform her eine durchaus lösbare Aufgabe. Wir spielen aber nicht auf Papier, was vielleicht besser wäre, sondern auf wirklich dubiosem Material. Nun gut, um 15 Uhr Ortszeit (24 Uhr Deutschland) ist Anstoss zu hoffentlich erfolgreichen Weltitelkämpfen im 9-Ball. Auch den dicken Teppich habe ich ja schon angesprochen, da das Ausspielziel auf 9 Gewinnspiele ausgeschrieben ist, wird die ganze Geschichte auch eine ernsthafte Frage der Kondition. Hört sich vielleicht komisch an, wer aber schon mal im Rolli über Sand gefahren ist, kann sich die Situation ungefähr ausmalen. Hinzu kommt noch, das sich mein Grippevirus gestern Nacht wieder zurückgemeldet hat. Mit reichlich Medizin im Blut bin ich nicht topfit. Das sollen später aber alles keine Ausreden sein... Tja, und da ist auch noch Teammate Jo Schuler. Er darf in der 1.Runde ebenfalls, auch wenn der Name anderes vermuten lässt, gegen einen Ami ran: Johnny Holland ist sein Gegner. Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und ihr denkt hoffentlich an mich... Howdy, euer Cowboy ;-)

Di., 30.11., 7 pm:
Aua aua aua, was war das nur ein Spiel gegen Charles Interante (USA). Mehr Kampf und Krampf weil spielerisch nicht viel zusammenlief und zu den entscheidenden Momenten mir Kombis und ein 9-Ball-Break eingeschenkt wurde. Dazu zwei 9er verschossen, Weiße bei Positionsspiel 9 abgegangen etc. Ich muss einfach nur zufrieden sein, dass ich dieses Ding nach 3 Stunden und 20 Minuten noch mit 9:7 gewonnen habe. Punkt und Aus. Jo´s Spiel verlief schnelle, sein Gegner war nach eigener Aussage aber auch nicht wirklich ein Gegner. Egal, 9:2 gewonnen, bei mir wär´s wohl ein 9:7 geworden. Jo ist wieder am Tisch gegen Charles Sexton (USA) während ich eine Verschnaufpause von 2 Stunden habe und mich vielleicht einmal auf das Wesentliche, dem Billardspielen, konzentrieren kann. Also, um 6 Uhr deutsche Zeit geht es für mich um den Einzug unter die Top Ten der Welt, der Kontrahent ist wieder ein Ami namens Darrell Rahn. Hoffentlich geschieht kein zweites Wunder von Bern... ;-) Cya later, Tai :-/

Mi., 1.12., 2:30 am:
Ich bin fertig! Kräftemäßig zumindest, nicht mit der WM. Ich habe ja schon das ein und andere Turnierchen gespielt, aber das hier ist eine andere Messlatte - Der liebe dicke Teppichboden ist gemeint. Nach meinem längsten Spiel in meiner Karriere hatte ich zum Glück 2 Stunden Luft um mich etwas zu erholen. Im Foyer bin ich dann auch fast eingeschlafen. Eher ausgeschlafen verlief dann die Partie gegen den Ami Darrell Rahn. Zwar habe ich gleich zu Beginn meine obligatorische 9 versemmelt, danach lief es aber (endlich) wieder rund auf dem Tisch. Spiel für Spiel zog ich davon und beim Zwischenstand vom 8:1 gönnte ich dem Gegner noch 2 Partien ehe der Sack zu war und ich schon heute das gesteckte Minimalziel "Top Ten" erreicht habe. Bis kurz vor 11 Uhr, also fast 2 Stunden, stand ich am Tisch. Danach brauchte ich erst einmal 1, 2, 15 Bierchen ehe ich jetzt zu früher Morgenstunde endlich meine Beine hochlegen kann - Mit inem zufriedenen Grinsen im Gesicht. Jetzt gemütlich schlafen, damit ich Morgen um 13 Uhr hellwach bin, dann muss ich nämlich meine Queue gegen Kurt Deklerck aus Belgien schwingen. Und in den letzten direkten Vergleichen sah ich immer ganz schlecht aus. Das versuche ich ab Morgen (Mittwoch, 22 Uhr deutsche Zeit) doch mal zu drhen. Schließlich kommen doch auch die Medaillenränge immer näher. Mal schauen, ob ich in meinen Träumen ein Deja Vu habe... Fett im Rennen ist auch weiterhin Jo, der ebenfalls mit 9:3 siegte und zeitgleich mit mir gegen Titelverteidiger Jouni Thati antritt. Bei den Junioren ist nach Jasmin Michels frühem Aus auch für Simone Künzl das Ende gekommen. Einzig Manuel Ederer ist dort noch im Rennen. Daumen drücken! Ich sag jetzt nur "Nightie", euer Tai :-)

Mi., 1.12., 4:15 pm:
"YEEEEES!!!!" - Die Freude eben war riesengroß. Ist sie immer noch, aber ich muss wieder runterkommen, weil in 45 Minuten das Medaillenspiel gegen den Engländer Roy Kimberley ansteht. Eine Medaille, das wär´s doch... :-) Aber wie kam es dazu? Mit Kurt Deklerck lieferte ich mir ein Kopf-an-Kopf-Rennen, kein Spieler konnte sich absetzen. Bis Kurt doch die entscheidenden Fehler begann und ich vom 5:5-Zwischenstand bis zum 9:5-Erfolg die sich gebotenen Chancen nutzte. Am Nebentisch schnupperte Jo zu Beginn an einer Sensation. Doch der Titelverteidiger Jouni Tathi kämpfte sich zurück ins Spiel und bezwang Schuler mit 9:6. Er wartet im Moment noch auf die Partie auf der Verliererseite. Für die deutschen Junioren ist die WM beendet. Manuel Ederer, der letzte Deutsche im Rennen, muss sich nach der 6:9-Niederlage gegen Ruslan Chinakov mit dem unglücklichen 4. Platz zufrieden geben. Und ich hoffe, ich kann euch in circa 3 Stunden wieder ein "YEEEEES!!!!" vermelden.................. DAUMEN DRÜCKEN JUNGS UND MÄDELS! Euer Tai zählt auf euch! :-)

Mi., 1.12., 8 pm:
Ah, jetzt habe ich das Spiel verstanden!. Einfach keine Kugel verschiessen und schon gewinnt man. So hat´s mit mir Roy Kimberley gerade gemacht. 2 oder 3 Bälle hatte er vefehlt, mir blieb nur die Rolle des Zuschauers. Naja, und als ich den Sinn des Spiels verstanden habe stand es auch schon 1:8. Aber: Aufgegeben habe ich nicht, lochte dann ebenfalls sehr gut - Bs zur 7 beim Stand von 5:8. Ein Stecher und das blöde Ding klapperte. Ein gefundenes Fressen fü Roy, der mich auf die Verliererseite schickte. Traurig brauch ich nicht sein, ich bin zur falschen Zeit an den falschen Gegner geraten. Morgenfrüh darf ich dann um 10 Uhr wieder ran, noch bin ich im Rennen. Gegner könnte Jo werden. Der spielt gerade die letzte Partie gegen den Engländer Craig Welsh. Gewinnt er, trifft er auf dessen Landsmann Danny Luton (8 Uhr). Gewinnt er, steht ein rein deutsches Duell an. Alles Spekulation, ich dück im aber die Daumen. Ihr hoffentlich auch wie mir. Danke dafür, bin stolz auf euch! Und ich zähl auf jeden einzelnen Daumen Morgen (Donnerstag um 19 Uhr deutshe Zeit)!!! So, ab in die Bar...... ;-) Es grüßt euer Tai :-)

Do., 2.12., 1:30 pm:
Ach nö, ich fühl mich im Moment aber mal so richtig schlecht. Da spiel ich wirklich schickes Pool, führe auch schnell mit 3:0, und verpasse es dann eins ums andere Mal diese Führung auszubauen. Vorweihnachtliche Zeit für meinen Kontrahenten aus England, Danny Luton. 5-6 Spiele, die ich einfach so weggeschmissen habe. Für eine Analyse dieser Fehler ist es (für mich) noch zu früh. Der Stachel sitzt tief, eine solch unnötige 6:9-Niederlage bei einer WM, so nah an einer Medaille. Okay, hätte mir jemand vor meinem USA-Trip gesagt ich würde die Welttitelkämpfe als Fünfter beenden, ich hätte vermutlich dankbar angenommen. Daher denke ich wird die Freude über ein insgesamt gutes Abschneiden noch kommen - Vermutlich aber später als früher... Ein rein deutsches Duell war durchaus drin, denn Teamkollege Jo führte gegen Luton bereits mit 5:2, musste ich aber dann auch mit 5:9 geschlagen geben. Rang 7 für Jo, Platz 5 für mich. Ich denke, wir haben uns hier im Peppermill Hotel & Casino in Reno, Nevada, teuer verkauft.

Auf diesem Weg darf ich mich aber auch bei euch allen bedanken, die mich von der Ferne mit SMS,
eMails und Gästebucheinträgen und hier vor Ort unterstützt haben. Ich hoffe, ich habe euch nicht enttäuscht. Ich melde mich an dieser Stelle auf jeden Fall noch, ich will ja auch mitteilen wer das Ding überhaupt gewinnt.

Hier noch ein paar schicke Bilder von Kathy Dolezal, der Ehefrau von NWPA-Präsident Jeff. -
Thanks Kathy...!

 

Endstand 2010 WPA-Weltmeisterschaft Wheelchair 9-Ball
29.11. - 2.12.2010, Peppermill Hotel & Casino Reno, NV (USA)

    Gold        Jouni Tahti (FIN)
    Silber      Aaron Aragon (USA)
    Bronze   Roy Kimberley (GB)


    4. Danny Luton (GB)
    5. Tai Volkmer (D) und Matt Duffy (GB)
    7. Jo Schuler (D) und Kurt Deklerck (B)
    9. Fred Dinsmore (IRE), Craig Welsh (GB), Tony Southern (GB) und Jeff Dolezal (USA)
    13. Charlie Hans (USA), Hidred Makabali (USA), Brad Rautio (USA) und Bob Calderon (USA)
    17. Johnny Holland (USA), Darrell Rahn (USA), Chris Parney (USA), Takahiro Terada (JP), Charles Interante (USA), Charles Sexton (USA) und Jeff Winters (USA)

    Das Flowchart zur WM 2010 in Reno, Nevada

    zum Vergrößern anklicken!


"HOLIDAY-GREETINGS" aus Reno, Nevada (29. November 2010)



Eintrag am 19. Oktober 2010

Endlich wieder die deutschen Fahnen vertreten: Die DM und WM stehen an...Die Saison hat begonnen, die Kunststoff-Kugeln jagen wieder über das Kammgarn. Im Mannschafts-Ligaspielbetrieb hatte ich ebenso meine Höhen und Tiefen zu bewältigen wie beim "Danube-Cup 2010" im slowakischen Komarno, wo ich das Finale (mal wieder) verpasst habe und mich mit dem 3. Rang zufrieden geben musste. Dankeschön an dieser Stelle auch an Organisator Ladislav Sramek und seinen Freunden für den angenehmen Aufenthalt nahe der ungarischen Grenze.

Im Fokus stehen jetzt aber natürlich meine Einzel-Einsätze bei den
Deutschen Meisterschaften im 8- und 9-Ball (22. bis 31. Oktober im hessischen Bad Wildungen) und bei den WPA-Weltmeisterschaften im 9-Ball (30. November bis 2. Dezember im US-Spielerparadies Reno, Nevada). Zwei Veranstaltungen, bei denen die Ausgangsposition für mich unterschiedlicher kaum sein könnten.

Bei der DM gehe ich, nach 5 von 6 Titelgewinnen in den letzten 3 Jahren, natürlich auch diesesmal wieder als Favorit ins Rennen und meine Kontrahenten wollen mir ein Bein stellen. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Deutschlands-Elitespielern und vielen (Billard-)Freunden im Maritim. Darauf freue ich mich auch zum Event in den USA, nur trete ich dort nicht als Gejagter an, sondern als Jäger. Okay, bei den Welttitelkämpfen habe ich auch schon Silber und 2x Bronze abgegriffen, aber als Realist strebe ich zunächst einmal das Erreichen des Viertelfinales an. Und was dann passiert, passiert eben. An guten Tagen kann ich gegen jeden gewinnen, an schlechten Tagen gegen jeden verlieren. Allerdings denke ich natürlich nur an meine gute Seite...

Der "
Danube-Cup" war mein Vorbereitungsturnier für die DM, mit meinem Coach Mehmet Housein bin ich noch einige Dinge durchgegangen, die meiner Ansicht nach nicht so schick waren. Für die WM ist die Bundesmeisterschaft im 10-Ball (20./21. November in Sindelfingen) der letzte Test.

So, das war´s in aller Kürze und ich hoffe auf eure Unterstützung in Bad Wildungen oder daumendrückend von daheim aus.



Ich wünsche euch allen allzeit "Gut Stoß", wir hören/sehen/lesen (zum Beispiel in meinem Gästebuch) uns!

In diesem Sinne: Let´s Rack´n´Roll...



Eintrag am 29. Juni 2010

Langweilig wurde es seit den Europameisterschaften 2010 im März nie bei mir. Neben der täglichen Arbeit soll meine ehrenamtliche Tätigkeit beim Fußball-Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach als Webmaster und Stadionsprecher natürlich nicht zu kurz kommen.

"Tai & Friends" mit Marcus, Tobi und Werner.Und billardmäßig hatte sich auch so einiges in den letzten 3 Monaten getan. Da waren zunächst die diesjährigen
SBU-Saarland-Meisterschaften beim BC Kirkel-Limbach, wo ich nach einem dramatischen Halbfinale Raslf Rücker den Vorrang lassen musste. Im 8-Ball also ein dritter Platz, im 9-Ball-Duell am Samstag konnte ich dann leider nicht antreten, weil ich mit meinem Kombiteam vom PBC Backnang um die Meisterschaft kämpfte. Hier feierten wir die Vizemeisterschaft. Weil aber 2 Stammspieler kommende Saison zum Snooker wechseln bzw. beruflich verhindert sind, werden wir wohl auf den Aufstieg verzichten müssen. Mit unseren 13jährigen Nachwuchstalenten im Verein wollen wir einen Neustart beginnen.

Wie immer war schließlich das
Duell "Tai & Friends" vs. Sachsen-Anhalt. Der PBC Break-On Aschersleben veranstaltete zum 3. Mal das Duell meiner persönlichen Auswahl gegen starke Teams. Wie immer hießen die Sieger "Landesauswahl Sachsen-Anhalt". Und wie immer platzierte ich mich mit Werner Feß (Kirkel-Limbach), Tobias Auer (Backnang) und Marcus Grundmann (Aschersleben) den 3. Platz. Und - wie immer - hatte uns Sven, Basti und die ganze Truppe wieder viel Spaß bereitet. Wir sehen uns spätestens im nächsten Jahr - Wie immer...

Bevor ich aber jetzt aber ein paar Tage Pause benötige und die Fußball-WM verfolge, möchte ich mich bei meinen Billardfreunden im Saarland und in Sachsen-Anhalt herzlichst für die Gastfreundschaft bedanken.

Billard macht einfach Spaß...!!!

Und dann geht das Training mit meinem Coach Mehmet allmählich los. Im September beginnt nicht nur die neue Saison, mit meinem Einsatzwagen "Deutsche Billard Rettung" führt der Weg ins slowakische Komarno, wo Ladislav den
"3. Danube-Cup" am 25. und 26. September ausrichtet. Ihr wisst was jetzt kommt? Richtig, "wie immer" wird´s wieder ein schönes Turnier mit lustigen Stunden. Und Ende Oktober gilt es meine Titel bei den Deutschen Meisterschaften zu verteidigen.



Ich wünsche euch allen einen super Sommer und schöne Urlaubstage, Klose & Co. den WM-Titel und allzeit "Gut Stoß".

Haut rein: Let´s Rack´n´Roll...



Volkmer spielt sich auf einen Podestplatz
Nach der Enttäuschung bei der WM sichert sich das Pool-Billard-Ass aus Althütte bei der EM die Bronzemedaille
Ein Bericht der
Backnanger Kreiszeitung am Samstag, 3. April 2010

Pool-Billard-Ass Tankred Volkmer aus Althütte kehrte erfolgreich von der Europameisterschaft aus Zagreb (Kroatien) zurück. Im Gepäck hatte der Rollstuhlfahrer eine Bronzemedaille in der neuen Wettkampfdisziplin 10-Ball.

Hatte besonders im 10-Ball den Blick für den richtigen Stoß: Tankred Volkmer aus Althütte.Foto: M. HofstätterNach dem 17. Platz bei der Weltmeisterschaft im US-Bundesstaat Indiana gab es für Tankred Volkmer nur eine Devise. „Ich habe aber nicht mehr trainiert, nur noch gespielt und gespielt“, sagte Volkmer. Eine Herangehensweise, die sich in Zagreb auszahlen sollte. Im neunköpfigen Nationalmannschaftsaufgebot ging er bei den Rollstuhlfahrern auf Medaillenhatz. Zwar begann die Auftaktpartie im 10-Ball gegen den Lokalmatador Karamatic etwas holprig. Trotz Nervosität behielt Volkmer mit 5:3 die Oberhand. Es folgte das Duell gegen Welt- und Europameister Thati (Finnland). „Ein Spiel, auf das ich total heiß war.“ Wie heiß, das demonstrierte der Außenseiter eindrucksvoll. Spiel für Spiel nutzte Volkmer jede Chance und hätte beim 5:1 alles klar machen können. Am Ende war es ein 5:4. „Ich wollte es spannend machen“, witzelte Volkmer nach dem Viertelfinale-Einzug. Dort behauptete er sich mit dem 5:3 gegen den Engländer Read. Die erhoffte Medaille war somit sicher. Dass es nur zu Bronze gereicht hatte, lag an Kimberley (England), dem der Einzug ins Finale gelang.

Vor der Finalrunde im 10-Ball musste Volkmer aber im 8-Ball für einen guten Auftakt sorgen. Der gelang gegen den Norweger Bendiksen – das 5:0 war beeindruckend. Mit demselben Ergebnis verlor der Schwabe sein Zweitrundenmatch gegen den Engländer Southern. „Ich hatte keine reelle Chance“, resümierte der Deutsche Meister. Im Doppel-K.-o.-System verblieb aber noch die Chance aufs Erreichen der Finalrunde. Und der Althütter nahm diese wahr, mit Erfolgen über Duris (Slowakei), Kapsimalis (Griechenland, jeweils 5:0) und Rider (Spanien, 5:1). Volkmer hatte dann gegen den Schweden Larsson keine Chance. Nichts war es also mit dem zweiten Edelmetall. Der Schwabe belegte Rang fünf.

Auch im 9-Ball gab es für Volkmer keine Medaille. Nach einem Freilos traf er auf seinen Teampartner und Zimmerkollegen Jo Schuler (Ulm). Das 7:2 bedeutete beste Chancen auf die Teilnahme an der Finalrunde. Aber die Kraft ließ beim Deutschen nach. Sowohl beim 4:7 gegen Kimberley, als auch beim 3:7 gegen den Slowenier Brajkovic hatte der Schwabe durchaus Möglichkeiten, ins Viertelfinale vorzudringen. Volkmer musste sich jedoch mit Rang neun begnügen.

Ausruhen konnte sich der geschlauchte Rollstuhlfahrer nicht. Nach kräftezehrenden Wettkampftagen traf sich das Nationalteam zum Lehrgang. Weiter geht es für Volkmer nach Ostern mit der Jagd auf den Wanderpokal bei der Saarland-Meisterschaft in Homburg. Dort will er den Amerikaner Hopson besiegen.

>>> Zum EM-Special mit vielen Bildern von Markus, Beth und Sagi <<<

Eintrag am 8. März 2010

Die WM in den USA ist abgehakt, auch wenn das Verdauen über das magere Abschneiden etwas länger dauerte. Dafür gilt die Konzentration nun nur noch der bevorstehenden EPBF-Europameisterschaften vom 17. bis 28. März im Hotel Westin Zagreb. Das TEAM GERMANY reist um Bundestrainer Andreas Huber mit folgenden Spielern nach Kroatien:

Auf der offiziellen Homepage www.epconline.eu ist das europäische Mega-Event ja wieder live zu verfolgen. Hier ein paar Direktlinks zu meinen Meisterschaften im 8-Ball, 9-Ball und erstmals auch im 10-Ball:

Aber die wichtigste Seite ist wohl der LIVETICKER, wo topaktuell die (Zwischen-)Ergebnisse aller laufenden Partien abgerufen werden können!!! Wer ein paar Euro investiert, der kann auch zahlreiche Spiele der Damen, Herren und uns Rollis live per Videostream anschauen. Außerdem werden täglich wieder Schnappschüsse online gestellt und und und... Ein Besuch bei www.epconline.eu ist also für jeden Billardfreund Pflicht.

Nach den Osterfeiertagen führt mich der Weg dann auch wieder ins schöne Saarland. Unser Sportfreund Werner Feß lädt wieder zu den "Offenen Saarlandmeisterschaften" am 10. und 11. April in Bexbach ein. Und zu Pfingsten ruft der "Alphacup" beim PBC Aschersleben. Aber das ist alles erst einmal Zukunftsmusik, mich interessiert jetzt erst einmal nur die EM 2010!

Daher auch genug der Worte. Vergesst das Daumendrücken für das gesamte deutsche Team nicht!



Eintrag am 19. Januar 2010

WM AKTUELL

Finaltag

FINNLANDS TÄHTI HOLT SICH DEN TITEL !

Acht Spielern erging es am ersten Tag wesentlich besser als mir, sie erreichten am Sonntag das Viertelfinale, die am Montagmorgen stiegen. Auf der Strecke blieb leider auch Teampartner Jo, der gegen meinen ersten Kontrahenten Tony Southern 8:9 unterlag und um Haaresbreite den Einzug in die Finalrunde verpasste. Eine schöne Ehre wurde ihm zu Teil, als er "Sportsmen of the Championships" von den Turnierveranstalter gewählt wurde. Somit kam es zu folgenden Viertelfinalbegegnungen (in Rot die Gewinner):

   Nick West -
Henrik Larson
   
Jouni Tähti - John Reynolds
   
Kurt Deklerck - Tony Southern
   
Charlie Hans - Matt Duffy

Im ersten Halbfinale siegte Larson über Deklerck und zog als erster Spieler ins WM-Finale ein. Ihm folgte Tähti, ein rein skandinavisches Finale in "The Middle of Nowhere" Indianas. Das spannend verlaufende Endspiel rettete Finnlands Jouni Thäti mit 11:8 über die Runden, sein zweiter WPA-Titel nach 2003. Herzlichen Glückwunsch den Siegern und Platzierten!!!

Englischsprachige Kurzberichte gibt es unter
www.azbilliards.com.



2. Spiel gegen Bill Frisby (USA) 7:9

DAS WAR´S!!!

Eigentlich bin ich zur WM in die Staaten gereist um Freude beim Billardspielen zu haben. Ohne Erfolgsdruck aber mit der gewissen Anspannung ging ich in den Wettbewerb um nach 6 Stunden "Freude" am Billard frustiet das Queue zusammenzuschrauben. Sch..., irgendwie fühle ich mich im falschen Film, denn gegen den US-Amerikaner Bill Frisby lief eigentlich alles nach Wunsch. Eine verschossene 9 und eine 8, die aus der Tasche heraussprang und schlagartig änderte sich das Bild nach der 5:3-Führung - Und Frust baute sich auf. Selbst gerade Bälle ließ ich aus und ehe ich wußte was los ist, stand es 5:8 gegen mich. Ein Time Out sollte die nötige Konzentration zurückbringen, aber auch bis zum Anschluss von 7:8 war nichts Sehenswertes dabei. Aber ich gab nicht auf! Krönung der Reise war schließlich mein letzter Stoß, bei dem ich - trotz Winkel - es schaffte die 8 und die Weiße in diesselbe Tasche zu lochen. Eigentlich ein geiler Trickstoß, nur zum falschen Zeitpunkt: Das angestrebte Ziel, das Viertelfinale, habe ich "knapp" mit dem 17. Rang verpasst. Es wird schwer fallen diese 6 Stunden WM-Teilnahme zu verdauen, denn momentan finde ich irgendwie keinen Grund stocksauer auf mich zu sein. Es lief irgendwie alles gegen mich... Tja, vielleicht hilft jetzt ein amerikanisches (Wasser-)Bier. Der nächste traurige Höhepunkt bei meinem Aufenthalt in Indiana.

Na denn Prost und Dankeschön allen, die mich aus der Ferne unterstützt hatten. Tut mir leid, dass das Aus schon so früh kam... Ich versuche, wenn ich eine Internetverbindung bekomme, euch auf dem Laufenden zu halten.


1. Spiel gegen Tony Southern (ENG) 6:9

WAS WAR DAS???

Gegen einen sehr diszipliniert spielenenden Tony Southern aus England gab es gleich das böse Erwachen. 6:9 endete meine erste Partie und es tritt das ein, was ich unbedingt verhindern wollte - Die Verliererrunde. Mit einem 9-Ball-Break begann für mich die Partie optimal, und dann passierten eigentlich nur komische Sachen. Bis zum 1:5-Zwischenstand verschoss ich lediglich einen schweren Ball, zig Male rutschte jedoch die Weiße ins Loch. Am Ende waren es circa 10 Abgänge der Spielkugel. Die nächsten 2 Spiele holte ich mir zurück, fühlte mich wohl. Dann 2 Kombis von Toni und der 4-Spiele-Abstand war wiederhergestellt. Aber Kampfgeist konnte mir keiner unterstellt werden, denn beim 6:7-Anschluss witterte ich wieder Morgenluft. Aber die letzten beiden Spiele gingen an den Snookerspieler Southern, unter dem Strich sicherlich nicht unverdient. Mit seinen unzähligen Safes machte er mich verrückt... In wenigen Minuten muss ich gegen Bill Frisby ran, ein ebenfalls unbequemer Gegner, der auch gerne mal den "amerikanischen Weg" spielt.........


Vor dem ersten Spieltag:

DAS WARTEN HAT EIN ENDE !!!

So, Morgen (Sonntag) geht es endlich los. Ich komme gerade aus dem Horseshoe Casino, dem Austragungsort der WM, zurück. Das Playersmeeting ist abgehakt, es gab ne Kleinigkeit zu nagen und zum Schluss folgte die Auslosung. Vorab aber noch die Nachricht, das lediglich 24 Spieler bei der WM teilnehmen! Und Europa ist gar stärker vertreten als das Gastgeberland USA. Abgesagt hatten kurzfristig die Asiaten, Australien sendet keine Teilnehmer. Und das aus Afrika und Südamerika niemand kommt, war eigentlich klar. Aber egal, ob 48 oder 24 Spieler, ne harte Nuss wird das Turnier ganz sicher...

Als ungesetzter Spieler habe ich dennoch ein Freilos erhalten. Ich kann also eine Stunde länger schlafen und mich auf die Zweitrundenpartie gegen
Tony Southern (England) oder Jeff Dolezal (USA) konzentrieren. Um 16 Uhr deutscher Zeit fangen die Beiden an, der Gewinner steht mir um 18:30 Uhr deutscher Zeit gegenüber. Egal was/wer kommt, es wird keine leichte aber sicherlich auch keine unlösbare Aufgabe.

Auf geht´s, in mir kribbelt es wie verrückt. Ich bin die Warterei satt und richtig heiß. Offensichtlich aber nicht zu heiß, denn vor der Tür hat es bis zu -10 Grad Celsius und schneien tut es auch noch.

Beste Voraussetzungen eines zu tun:
Pool spielen..........!!!


Es grüßt euch aus Elizabeth, Indiana ------
Euer Tai

Komplette Auslosung unten oder >
hier<

Das neue Jahr beginnt gleich mit einem Paukenschlag: Am 31. Januar und 1. Februar steigt im wohlklingenden Örtchen Elizabeth im amerikanischen Bundesstaat Indiana die "WPA World Wheelchair 9-Ball Championships"! Im schmucken Horseshoe Hotel & Casino werden an diesen 2 Tagen die Queues der Weltelite gekreuzt um den Titelträger zu ermitteln. Eigentlich hätte dieser Event schon im vergangenen Jahr stattfinden sollen, doch als Grund für die Absage wurde die Weltwirtschaftskrise genannt.

Okay, so schlimm ist es bei mir nicht, auch wenn ich weiterhin ohne Sponsor und Förderer da stehe. Aber nach meiner Absage zur WM 2008 in Reno bin ich absolut heiß. Mein Coach Mehmet hat mich dafür auch bestens vorbereitet. Jetzt bin ich dran um das Trainierte in den zahllosen Einheiten auf den grünen Tisch zu zaubern. Selbstverständlich reise ich nicht in die USA um mir eine Lektion erteilen zu lassen, die Favoritenrolle und Titelträume überlasse ich aber gerne der starken Konkurrenz aus den Staaten, Asien und natürlich unseren Europäern.

Aber mit meiner Konzentration und eurer Unterstützung sollte doch etwas zu holen sein, oder? Weil ich weiß, das viele von euch die Daumen drücken, will ich versuchen möglichst zeitnah die Ergebnisse auf dieser Seite zu präsentieren. Wie das klappen wird - Wir werden sehen. Hier vorab aber schon einmal der Zeitplan und einige Infos rund um die Weltmeisterschaften 2010:



Schaut also immer wieder mal vorbei und benutzt bitte heftig mein Gästebuch! Ich freue mich über jeden Eintrag, das gibt mir auch Mut für die nächsten Aufgaben. Unter anderem die EPBF-Europameisterschaften vom 17. bis 28. März in Zagreb, die offenen Saarland-Meisterschaften in Homburg, der Alphacup mit meinem Team "Tai & Friends" in Aschersleben, die Senioren-Bezirksmeisterschaften, die Kombimannschaft-Spieltage und und und.

Also, Daumen hoch und rein ins Getümmel. Wie gesagt, ich bin heiß................



Eintrag am 1. November 2009

Foto: www.touch-magazine.netIhr hattet es ja bemerkt, für das Aktualisieren meiner eigenen Homepage hatte ich zuletzt weniger Zeit. Die habe ich lieber genutzt um mich gemeinsam mit meinem Kumpel und Coach Mehmet auf die diesjährigen Deutschen Meisterschaften gewissenhaft vorzubereiten. Und das Ding hat ja dann auch wunderbar geklappt: Acht Matches, acht Siege bei 28:6 Spielen - Jep, ich bin vollauf zufrieden!

Wer mich kennt der weiß, das ich jedes Turnier, jedes Spiel gewinnen möchte. Den "
Danube Cup" am 3. und 4. Oktober im slowakischen Komarno sowie die "Offenen 10-Ball-Meisterschaften Baden Württembergs" am 10.10. in Bruchsal hatte ich aber von Beginn an als Vorbereitungsturniere zu den nationalen Titelkämpfen gesehen. Und auch dort stimmten die Endergebnisse. In Komarno feierte ich nicht nur mit meinen alten und den vielen neuen Freunden ausgiebig, auch Platz 4 hinter internationalen Spitzenspielern stimmt mich frohen Mutes. Ungeschlagen erreichte ich in Bruchsal das Finale, wo die Konzentration aber in den Keller sackte und ich mit 4:5 gegen Ralf Rücker den Kürzeren zog. Aber diese Niederlagen schmerzten überhaupt nicht...

Ganz im Gegenteil. Die
Deutschen Meisterschaften 2009 in Bad Wildungen sollte der krönende Abschluss eines Jahres voller Höhen und Tiefen werden. Als Favorit ging ich ins Rennen und beherrschte zunächst auch die zwei Auftaktspiele im 8-Ball gegen Peter Rupprecht (Bruchsal) und Marc Buchen (Neu-Ulm), schnell stand es jeweils 2:0 - Ehe wieder Konzentration im Gefühl des sicheren Sieges nachließ. Wie dumm von mir, war das Ausspielziel mit nur 3 Gewinnspielen alles andere als sicher. 3:1 endeten aber diese Partien ehe ich auf EM-Partner Jo Schuler (Ulm) traf. Hier spielte ich mal komplett konzentriert durch - 3:0. Auch Manfred Gattinger (Passau) hatte mit 1:3 das Nachsehen und ich die erste Goldmedaille in der Tasche. Ein Hattrick nach den Titelgewinnen 2007 und 2008.

Foto: www.touch-magazine.netJetzt wollte ich natürlich auch im 9-Ball "meine" Medaille zurückholen. Ein holpriger Start gegen Rupprecht (4:1) folgten überzeugende Siege über Buchen (4:0), Schuler (4:2) und Gattinger (4:0). Bingo, mein kleiner Helfer "Akasensya" leistete gute Arbeit und die Freude war natürlich groß. Nur Peter tat mir etwas leid. Ein einziges Spiel mehr, und er hätte doch glatt Silber eingetütet. Er verschoß beim 2:3 aber seine Neun, unterlag im letzten Match mit 2:4 und ging leer aus. Bei absolut gleichem Spiel und Satzverhältnis, der direkte Vergleich kostete ihm Edelmetall - Die Kehrseite im Sport...

Vorüber sind mittlerweile auch die "
Offenen Hessen-Meisterschaften" (14./15.11. beim PBC Dreieich-Sprendlingen), wo ich meinen 8-Ball-Titel erfolgreich verteidigen konnte. Was im 9-Ball-Finale abging, werde ich wohl nie richtig verstehen. Selbst mein Kontrahent und Kumpel Norman Hopson, den ich an dieser Stelle zu seiner Titelverteidigung gratulieren möchte, kam nach dem Spiel aus dem Lachen nicht heraus. Kein Wunder, wenn ich dieses Finale gut mit 7:0 hätte gewinnen können. Geschätzte 80 Prozent der Kugeln hatte ich gelocht, was aber alles nichts bringt, wenn ich die "8" oder "9" als vorweihnachtliches Geschenk in der Tasche liegen lasse - Und das gleich 6 Mal! So endete die einseitige Begegnung 7:2 - Für Norman. Wow...

Die Vorbereitungen für das nächste Highlight laufen dann auch allmählich los: Die
WPA-9-Ball-Weltmeisterschaften am 31. Januar und 1. Februar 2010 in Louisville, Kentucky. Hey, ich bin jetzt vielleicht wieder heiß und ich garantiere, das es kein zweites "Dreieich" für mich gibt...................


Übrigens, wie gefällt euch das Foto? Dankeschön an Helga und Achim vom
Touch Magazin, tolle Schnappschüsse gibt es übrigens auf deren Homepage! So, ich verabschieden mich bei euch mit dem Hinweis auf mein Gästebuch (Ja, auch Du Lüttich!!!) ;-).



Eintrag am 6. Juli 2009

Aua, einige Zeit ist vergangen, seit ich zum letzten Mal meine eigene Homepage aktualisiert habe. Dabei ist doch eigentlich recht viel passiert nach der verkorksten Europameisterschaft in Österreich. Die Wunden sind geleckt, was schief gelaufen ist, das weiß ich jetzt. Viel zu verbissen bin ich in St. Johann (Österreich) angetreten. Unterbewusst. Bewusst wurde mir das bei den Landesmeisterschaften der Senioren. Ohne Hauch einer Chance bei der bärenstarken Konkurrenz trat ich an, im Vordergrund lag lediglich das Wiedersehen mit den Spielern und der Spaß am Sport. Unterm Strich gewann ich auch nur eine 8-Ball-Partie, aber an beiden Wettkampftagen habe ich, aus meiner Sicht, wirklich tolles Billard gezeigt.

Diesen neu gewonnenen Schwung konnte ich mit in den Osten nehmen, als ich mit meinem Team
"Tai & Friends" beim PBC Aschersleben zum Einladungsturnier, dem "Alphacup" antrat. Die Grundlage für das etwas überraschend gute Abschneiden legte ich selber mit 7 Siegen in 8 Spielen. Werner Feß, unser Spaßmacher aus dem Saarland, blieb zwar sieglos, knabberte aber an einer Überraschung. Das Tüpfelchen auf dem "i" setzte Peter Rupprecht. Mit seinen Punktgewinnen gelang der Sprung ins Halbfinale, wo letztenendes das Aus gegen den Titelverteidiger kam. Wie im Vorjahr holten sich die "Auswahl Sachsen-Anhalt" den Titel. Gratulation und Dankeschön an alle Ascherslebener Freunde, wir freuen uns schon heute auf das Wiedersehen - Spätestens 2010.

Zwei erste Plätze holte ich in einer ganz anderen Sportart. Dasheißt nicht ich persönlich. Vielmehr hat mein Fußball-Team der
SG Sonnenhof Großaspach eine tolle Saison glänzend abgeschlossen: Erst mit der vorzeitigen Meisterschaft in der Oberliga, was den Aufstieg in die Regionalliga Süd bedeutet, und der Erfolg im WFV-Pokal. Letsch & Co. bezwangen Ludwigsburg, holten sich den begehrten Cup, und haben sich nun im DFB-Pokal das Duell gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart verdient. Die Partys hatten es auch in sich...

Jetzt ist Sommerpause, Zeit zum erholen bietet sich aber irgendwie auch nicht. Die Vereinsmeisterschaften standen ja auch auf dem Programm, wo ich im 9-Ball und im 14/1 mitgewirkt hatte. Mit zwei dritte Plätzen kann ich durchaus leben.

Was sich an Turnieren im Herbst bietet, ich weiß es noch nicht. Außer der Deutschen Meisterschaft in Bad Wildungen ist noch kein Termin bekannt. Dann warten wir eben mal, wo und wann sich etwas aufmacht.


Bis dahin grüße ich euch alle!



Eintrag am 5. Mai 2009

Wenn Euphorie in Frust umschlägt, das tut verdammt weh. Mit großen Erwartungen bin ich zu den diesjährigen Europameisterschaften gefahren, ohne mich allerdings unter Druck gefühlt zu haben. Das am Ende nur ein 7. Platz im 8-Ball und ein 9. Platz im 9-Ball heraussprangen, damit kann ich leben. Das ist eben Sport, und die starke Konkurrenz kann ja auch Billard spielen. Die Frage, die ich mir aber immer wieder stelle, ist das wie. Insbesondere im 9-Ball habe ich mich pudelwohl am Tisch gefühlt. Im Gegensatz zum vorher gespielten 8-Ball passten die Stellungen. Nur konnte ich meine Chancen nicht nützen. Das ich zweimal gegen einen bärenstarken Kurt Deklerck aus Belgien hineinlief und frühzeitig ausschied, okay. Aber die verflixten Partien auf der Gewinnerseite durfte ich nicht verlieren. Dieser Stachel sitzt tief und wird noch einige Zeit dauern, bis er herausgewachsen ist. Das ganze Umfeld stimmte: Eine super Stimmung im 12köpfigen deutschen Kader, dazu die Vorortbetreuung durch Bundestrainer Andi Huber und Physio Markus. Ein tolles Hotel mit allen Annehmlichkeiten. Ein gelungener Vorbereitungs- und Nachbereitungslehrgang in Dachau. Da passte der Infekt, den ich mir nach der EM einffing, gerade noch ins Bild. Schnellstmöglich den Mund abwischen. Was war, das war. Ändern werde ich nichts mehr können. Aber ich kann daraus lernen...

Viel Zeit zum Grübeln bleibt auch nicht. Stehen Mitte Mai ja die
Landesmeisterschaften der Senioren an. Ich hoffe natürlich noch auf die mögliche Teilnahme im 8-Ball. Schauen wir mal, was sich im Sinderfinger Spiellokal "Die Drei" ergibt.

Außerdem freue ich mich auch auf das Wiedersehen mit meinen Freunden des
PBC Aschersleben. Am 30. Mai geht in Sachsen-Anhalt der "2. Alpha-Cup" über die Bühne. Zugesagt für das Team "Tai & Friends" haben

  • Peter Rupprecht und
  • Werner Feß

So, das war´s mal in aller Kürze. Ich melde mich wieder, wenn ich bessere Laune habe ;-)



Eintrag am 3. April 2009

Die Vorbereitungen auf das "Highlight des Jahres" sind praktisch abgeschlossen. Jetzt heißt es für mich nur noch, das Erlernte und Intensivierte durch spielen, spielen und nochmals spielen weiter zu verinnerlichen, damit ich fit bin bei den

EPBF-Europameisterschaften 2009
15. bis 25. April 2009 in St. Johann-Alpendorf/Österreich


Österreich kann kommen...!Am Ostermontag geht es also los und ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen. Nach einem Vorbereitungslehrgang fährt der deutsche Tross am 15. April nach St. Johann-Alpendorf, wo wir im Sporthotel Alpina die Zimmer beziehen. Während tagsdrauf die Herren und Damen bereits um Medaillen in der Disziplin 14/1 kämpfen können Jo und ich unseren Teamkameraden nur unterstützen. Denn für die Rollis beginnt das Turnier erst am
20. April mit dem 8-Ball. In den zwei Wettkampftagen werden die Medaillengewinner ermittelt ehe vom 22. bis 25. April 6 Kugeln weggepackt und die Titelträger im 9-Ball gesucht werden.

Als mein persönliches Ziel habe ich wieder mindestens einmal Edelmetall anvisiert, wobei es durchaus auch eine andere Farbe als im Vorjahr sein darf, wo ich im 8-Ball Bronze holte. Es wird aber auf jeden Fall wieder ein heißer Tanz, denn potentielle Medaillenanwärter gibt es zu genüge.

Angst und Bange wird mir vor der starken Konkurrenz aber nicht. Respekt ist natürlich da, den sollten die anderen vor mir aber auch haben. Mit meinem Kumpel Mehmet, der mich auch vor Ort unterstützt, habe ich super trainiert. Ich muss und werde jetzt nur noch die nötige Konzentration finden und mein Bestes geben.

Bevor ich euch hier noch ein paar Links für den einfacheren Weg durch die ausführliche Turnier-Webseite vorstelle, möchte ich mich noch
bei 2 Freunden bedanken. Zunächst einmal bei Coach Mehmet Housein. Vielen Dank für die Zeit und Geduld, die Du für mich aufbringst! Echt cool! Bedanken möchte ich mich auch bei meinem Physiotherapeuten Jens "Knoggi" Wöhrle, der meine Arme und Schultern wieder "gerade gebogen" hat.

So, hier jetzt aber die versprochenen Links:

    • Mein Profil - Hier findet ihr nicht nur einige Infos zu meiner Person, es werden auch die nächsten Spiele und die Ergebnisse veröffentlich. ´Akasensya´ darf natürlich nicht fehlen ;-)
    • Die Deutsche Nationalmannschaft - Mit einem Klick auf den entsprechenden Namen gelangt ihr zu den 12 deutschen Teilnehmern. Alternativlink: [Alle EM-Teilnehmer]
    • 8-Ball Rollis - Der Turnierplan im Detail (20. und 21. April)
                  Weitere Links: [
      Flow-Chart] [Endrangliste]
    • 9-Ball Rollis - Der Turnierplan im Detail (22. und 25. April)
                  Weitere Links: [
      Flow-Chart] [Endrangliste]
    • Live Score - Die laufenden Partien werden hier ständig aktualisiert.
    • Live Stream - Die Partien im Centercourt können hier live als Videostream verfolgt werden.
    • Fotogalerie - Schnappschüsse der Billardakrobaten Europas.

Auf der offiziellen Turnierseite www.epconline.eu gibt es noch weitere informative Seiten, oben nur ein Auszug mit den wichtigsten Links. Viel Spaß beim Stöbern...

Sodele, dann bin ich auch schon fertig. Der Pool-Tisch ruft, noch ist ja etwas Zeit...

Drückt uns, dem gesamten deutschen Team, die Damen. Ich zähl auf euch!!!


In diesem Sinne mein Gruß - Let´s Rack´n´Roll...



Eintrag am 11.Februar 2009

Darf man jetzt noch "Ein gutes neues Jahr" wünschen? Natürlich, und das wünsche ich euch von Herzen. 2008 ist Geschichte, 2009 will ich neue Geschichte schreiben...

Allerdings, das ist die schlechte Nachricht gleich zu Beginn, nicht im Saarland. Nach Ostern sollen dort durch Werner Feß wieder die hiesigen offenen Meisterschaften ausgetragen werden. Eigentlich wollte ich ja dann den Wanderpokal endgültig behalten - Eigentlich. "Dazwischen" kommen die EPBF-Europameisterschaften im 8- und 9-Ball. Und damit ich zwischen dem 16. und 25. April im österreichischen St. Johann-Alpendorf auch was reißen kann, dafür trimmt mich mein Kumpel und Coach Mehmet. Wie ich diesen Muskelkater mag!

Direktlinks zur offiziellen EM-Homepage
www.europeanpoolchampionships.com folgen noch an dieser Stelle. Das ich mich auf die bevorstehende Aufgabe freue, das muss ich nicht groß erwähnen. Oder? Auf heiße Spiele im Sporthotel Alpina darf sich schon heute jeder Billardfan der Herren-, Damen- und Rolliszene freuen.

Training, Training und nochmals Training, das ist mein derzeitiges Programm um mich gegenüber der letztjährigen kontinentalen Wettkämpfe um zwei Plätze zu verbessern. Da blieb ich bekanntlich in der Disziplin 8-Ball im Halbfinale hängen. Und da gibt es die Parallele zu den
Senioren-Meisterschaften, die kürzlich in derselben Disziplin über die Bühne ging. Mein Aus kam wieder im Halbfinale, die Hoffnungen auf die Ü40-Landesmeisterschaften darf ich wohl begraben. Aber es steht ja auch noch das 9-Ball aus...

Wie das dann ausging, wie die Vorbereitungen auf die EM laufen und welche Turniere sonst noch ausgespielt werden, das teile ich euch hier mit.

Bis dahin wünsche ich euch das Beste!



Eintrag am 9. Dezember 2008

Heute gilt es mal einen "Schlussstrich" zu ziehen, ein kleiner Rückblick auf ein, so denke ich, großartiges Billardjahr 2008.

So wurden im auslaufenden Jahr endlich wieder Turniere in den drei Bundesländern
Saarland (im März in Homburg), Baden-Württemberg (Bruchsal im Oktober) und Hessen (beim PBC Dreieich-Sprendlingen im November) ausgetragen. Dort konnte ich jeweils einen Titel entführen - Mein persönliches "3-Länder-Triple". Einen weiteren dreifachen Gewinn konnte ich überraschend bei den Vereinsmeisterschaften meines PBC Backnang feiern, wo es nur mit der 1.Mannschaft nicht so läuft wie ich es mir vorstelle. Aber im Mai gab´s Gold in den 3 Wettkampfdisziplinen 8-, 9-Ball und 14.1e. Erfolgreich ging´s bei den Deutschen Meisterschaften in Bad Wildungen (November) weiter. Auch wenn ich mein 9-Ball nicht verteidigen konnte, Bronze auf die Goldmedaille im 8-Ball war ein schöner Bonus. Und seit September steht bei mir ja inzwischen auch die "4" vorne, was mir die Teilnahme an den Seniorenwettbewerben erlaubt. Im 8-Ball gewonnen, im 9-Ball als Dritter auch für die Bezirksmeisterschaften qualifiziert, 2009 geht´s weiter. Einzigster Blackout bei einem nationalen Wettbewerb war in diesem Jahr die Bundesmeisterschaften (Landau im Juni). Dort lief irgendwie gar nichts bei mir zusammen...

Eine Siegerehrung von vielen in diesem Jahr: Die Deutschen Meisterschaften. (Foto: Touch Magazin)Aber galt das Turnier in Landau auch als Generalprobe für mein Auftreten bei den
Europameisterschaften im August in Willingen. Dort sprang am Ende die Bronzemedaille im 8-Ball heraus, den Sprung unter die letzten Acht im 9-Ball verpasste ich nur knapp. Als ehrgeiziger Spieler muss ich natürlich sagen, es hätte auch besser laufen können. Aber irgendwie muss ich mich ja auch im kommenden Jahr verbessern können ;-).

Zwei besondere Turniere gilt es ebenfalls zu erwähnen, auch wenn ich dort nicht gewinnen konnte. Zunächst folgte ich der Einladung des slowakischen Billardverbandes in Person von
Ladislav Sramek zum 1. Danube-Cup in Komarno. Dies waren, na sagen wir mal äußerst unterhaltsame Tage, die ich nicht missen möchte. Dort habe ich ebenso viele neue Freunde kennengelernt und ebenso viel gelacht wie in Sachsen-Anhalt. Der PBC Aschersleben hatte mich mit zwei Team mit dem wohlklingenden Namen "Tai & Friends" zu einem Vergleichskampf eingeladen. Der Titel ging an die Länderauswahl Sachsen-Anhalt, 2009 wird das sicherlich anderst laufen! (Hey Aschersleben, das war eine Kampfansage!!!)

Die einzigste richtige Niederlage, die noch immer schmerzt, musste ich dort einstecken, wo ich nicht teilnehmen konnte - Für die Teilnahme bei den Rollstuhl-
Weltmeisterschaften in Reno (USA) fehlte es an den finanziellen Mitteln in Höhe von 1.000 Euro. Meine persönliche Finanzkrise? Das muss sich in Zukunft ändern, ich will einen Sponsorenpool aufbauen. Mit dabei ist auch mein langjähriger Partner Eblen GmbH in Backnang von der Württembergischen Versicherung, bei deren Geschäftsführer Dieter und Reiner Eblen ich mich herzlichst bedanken darf, nein muss! Die Formel lautet: 20 x 50! Ich will mindestens 20 Partner, Freunde und Firmen finden, die mir mit jeweils 50 Euro im kommenden Jahr unter die Arme greifen. Dies müsste dann ausreichen um einen Teil der Turnierkosten (u.a. Startgelder, Hotel, Reisekosten etc.) etwas erträglicher zu gestalten. Interesse oder Ideen wen ich ansprechen könnte? Jede Nachricht ist herzlich willkommen!!!

Trotz allem, 2008 war ein geiles Jahr! Ein wenig mit Stolz klopfe ich mir auch selber auf meine Schulter, ohne das Fachwissen von meinem
Trainer und Kumpel Mehmet Housein hätte ich diese Erfolge aber wohl kaum feiern können. Die Zusammenarbeit trägt auf jeden Fall Früchte. Danke Mehmet! Danke auch an meinen Landesverband Baden-Württemberg sowie die DBU, insbesondere Sportwart Werner Ertel und Bundestrainer Andreas Huber.

Last but not least
mein Dank an EUCH! Ihr besucht regelmäßig meine Homepage und habt immer viel Lob für mich übrig - Ein unglaublich schönes Gefühl. Euch allen darf ich von Herzen ein schönes und friedliches Weihnachtsfest wünschen und das sich eure Träume und Vorsätze für das neue Jahr 2009 erfüllen. Irgendwie, irgendwo, irgendwann werden wir uns im neuen Jahr wiedersehen.

Ich freue mich darauf!!!



Eintrag am 14. Oktober 2008

Foto: Werner Schäfer (BVBW)Nach der EM-Erholungsphase hat mich der Billard-Virus wieder komplett im Griff. Der Kombi-Mannschaftswettbewerb der Verbandsliga-Saison 2008/09 hat begonnen und folglich auch die Einzelkonkurrenz. Wobei es hier ja eine "klitzekleine" Änderung für mich persönlich gegeben hat: Auch wenn´s kaum zu sehen ist, auch ich werde nicht jünger und ich zähle jetzt zu den "Senioren". Hört sich schon etwas komisch an, aber die Turniere sind harmonisch und es macht viel Spaß. Nicht zuletzt, weil ich gleich meine ersten Kreismeisterschaften im 8-Ball gewann.

Nicht der einzigste Titel, denn bei der "Offenen Landesmeisterschaft der Behinderten" gab´s gleich noch einen Siegerpokal hinzu. Den Sonntags-Wettbewerb im 9-Ball konnte ich zu meinen Gunsten verbuchen. Eine gewisse Erleichterung war zu spüren, schlug mich mein Finalgegner Ralf Rücker tags zuvor im 8-Ball-Finale. Dasselbe Endresultat wie bei der Saarland-LM. Die schwäbische Ehre war also wiederhergestellt. Erst recht durch Hansi Benzinger, der sich jeweils auf dem 3. Rang platzieren konnte.

Ohne Erwartungen bin ich aber zur LM nach Bruchsal gereist, war dieser Event doch vielmehr ein willkommener Test für die bevorstehenden "Deutschen Rollstuhlmeisterschaften" in Bad Wildungen. Vom 1. bis 9.November trifft sich Deutschlands Billardelite im Pool, Snooker und Karambol. Es werden wieder reichlich Titel ausgespielt, unter anderem eben auch unsere Rolli-Turniere im 8- und 9-Ball.

Weitere Infos gibt es auf der offiziellen Homepage www.billardmeisterschaften.de.

Tja, das war´s eigentlich auch schon für´s erste. Jetzt muss ich erst einmal wieder den Trainingstisch aufsuchen, meine Fehler aus Bruchsal analysieren und beheben, damit ich erfolgreich aus Bad Wildungen zurückkehre.


Bis bald, ich zähl auf eure Daumen! Let´s Rack´n´Roll...



Eintrag am 22. August 2008

Bronze gewonnen oder eine bessere Platzierung verloren? Eine Woche sind die "All-in-One"-Europameisterschaften 2008 in Willingen schon wieder alt, aber irgendwie bin ich mir mit dieser Frage immer noch nicht im Reinen. Verfolgt man die Olympischen Spiele in Peking, dann bin ich nicht der Einzigste, der mit sich hadert...

Aber okay, unterm Strich muss ich aber wohl mit dem dritten Platz im 8-Ball zufrieden sein. Die Konkurrenz schläft ja auch nicht und meine beiden Niederlagen wurden mir durch den Engländer Karl Read beigefügt - Dem späteren neuen Europameister. Aber wie es eben so ist, es hätte auch mehr sein können...

Das 25 Mann starke Teilnehmerfeld war zwar klein, aber fein. Ein bunter Haufen von Welt- und Europameistern, Siegern und Topplatzierten der World Games und weiteren hochkarätigen internationalen Veranstaltungen. Vor der EM war mir schon klar, von diesen 25 Teilnehmern hätten gut 15 Spieler berechtigte Ansprüche auf Edelmetall. Im 8-Ball hat es bei mir geklappt, im 9-Ball leider nicht.

Vielleicht bin ich deshalb mit mir selber noch etwas uneinig. Den Weg ins 9-Ball-Viertelfinale verbaute mir mein Alpen-Kollege Emil. 6:7 hieß es am Ende, der Traum vom zweiten Podestplatz war ausgeträumt. Was falsch gelaufen ist? Die anderen können auch Billard spielen!

Leider schaffte auch Teamkollege Jo Schuler nicht den Sprung ins Halbfinale. Und bei Manfred Gattinger, der unser Trio komplettiert, lief leider wie im Vorjahr nicht viel zusammen.

Alles in allem war es aber auf jeden Fall eine richtig geile EM! Unser deutsches Nationalteam harmonisierte, von den Schülerinnen über unsere Herren- und Damen-Profis und uns Rollis bis hin zu den Ladies und Senioren. Anfeuern - Abklatschen. Und am Ende gab´s als beste Nation den Riesenpott der EPBF. Ich denke in diesem Moment war unser Teamchef Werner Ertel stolz.

Und ich bin´s im Prinzip auch, wenn ich so drüber nachdenke. Aber ein gesunder Selbstzweifel kann nicht schaden, schließlich warten die nächsten Aufgaben mit der Deutschen Meisterschaft der Rollis vom 1. bis 9. November in Bad Wildungen [Info der DBU]. Und vom 1. bis 3. Dezember schließlich noch das Sahnestückchen mit der WPA-Weltmeisterschaft in Reno, Nevada [Info der BCA]. Außerdem wollen mich noch die Verantwortlichen der slovakischen und ungarischen Verbände für Billard-Demonstrationen einladen. Ich bin für jede Schandtat bereit, aber das wisst ihr ja... ;-)

Last but not least möchte ich mich noch bei einigen Leuten bedanken. Zunächst bei unseren beiden Verantwortlichen des deutschen Teams, Teamchef Werner Ertel und Bundestrainer Andreas Huber, sowie natürlich allen Teammitgliedern. Dankeschön an die EPBF mit Präsident Gre Leenders an der Spitze, der mit seinem Team etwas wirklich Unvergessliches auf die Beine stellte. Bestens übernachtet und verpflegt wurden wir vom Personal im Sauerland-Stern. Ebenfalls gut zu wissen, das zwei Partner immer bei mir sind: Dieter Eblen und seine Mannschaft von der Württembergischen in Backnang sowie Reiner Kowarik von Billardhandel NIR in Espelkamp.

Tja, und was würde ich ohne meinen Kumpel Mehmet Housein machen? Wir sehen uns nach Deinem Urlaub und hauen auf die Pauke. Denn wie er mich auf die EM eingestellt hat war weltmeisterlich! Und sollte ich noch jemand vergessen haben, sorry, ist keine Absicht! Auch euch gilt:

Danke von Herzen euch ALLEN !!!

Bilder folgen wenn ich wieder etwas mehr Platz auf dem Server habe. Tolle Pics gibt´s aber auch im World Wide Web auf der offiziellen EM-Homepage oder auf dem privaten Fotoalbum von Christian. Schaut mal vorbei!



Eintrag am 3. August 2008

Hallo liebe (Billard)-Freunde.

Pool, Pool und nochmals Pool... Bei dieser Sommerhitze, die ich wirklich mag, denkt man doch eher an eine Erfrischung im Swimming-Pool anstatt den Pool-Tisch. Aber große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und noch nie habe ich mich so intensiv auf einen Wettbewerb akribisch vorbereitet wie auf die EPBF-Europameisterschaften vom 6. bis 17. August 2008 in Willingen/Sauerland. Wie vor 2 Jahren in Brandenburg, so will ich auch in diesem Jahr den Heimvorteil nutzen...

Nichts also mit Freibad-Besuch. Schwitzen im Backnanger Billard-Sport-Zentrum hatte Priorität. Und mein Trainer und Kumpel Mehmet hat mich um den Tisch gescheucht bis die Hände den Boden berührten. Ob sich der große Aufwand gelohnt hat? Sicher! Der Stoß ist wieder da, ebenso die Lochsicherheit. Natürlich kann ich damit keine Medaillen versprechen, aber ich fühle mich fit so kurz vor dem Startschuss und fürchte weder Ball noch Gegner ohne überheblich zu sein. Überheblichkeit wäre auch komplett am falschen Platz.

Aber ich freue mich jetzt riesig auf den kontinentalen Vergleichskampf, der in diesem Jahr ein besonderer ist. Denn der europäische Verband feiert sein Jubiläum und erstmals werden alle Kategorien (von den Schülern bis zu den Senioren) und alle Disziplinen an einem Ort ausgetragen. So kämpfen im Sauerlandstern knapp 800 Teilnehmer aus 36 Nationen im 8-, 9-Ball und 14/1. um die begehrten Medaillen und Platzierungen. Und dabei, so präsentiert die EPBF in ihrer Pressemitteilung, sind wir Rollifahrer die eigentlichen Stars. Na gut, ich freu mich schon auf alle Spiele mit Beteiligung des 46köpfigen deutschen Kaders. In München traf sich die Hälfte nochmals zu einem Vorbereitungslehrgang, die Stimmung im Team stimmt auf jeden Fall.

Verfolgen könnt ihr die EM 2008 auf der offiziellen Homepage unter www.europeanpoolchampionships.com. Das Menü ist einfach geführt, allerdings in Englisch. Daher lege ich euch hier noch ein paar Direktlinks ans Herz:

Tja, viel bleibt nicht mehr zu sagen. Mich zieht es jetzt sowieso noch ein paar Mal in die Pool-Halle und dann schauen wir mal, was ich da in Willingen fabriziere. Ich zähl auf eure Unterstützung, also - Daumen drücken! Ich freu mich natürlich auch auf Zuspruch in meinem Gästebuch... ;-)



Eintrag am 13. Mai 2008

Zwei aufregende und vielleicht auch etwas außergewöhnliche Billard-Wochenenden liegen hinter mir. Zuerst folgte ich der Einladung des slowakischen Billardverbandes, der am 26. und 27. April in Komárno erstmals den "Danube-Cup" (Donau-Cup) für Rollstuhlfahrer organisierte. 2 Wochen später, am Pfingstwochenende, gastierte ich mit "meinen" beiden Teams beim PBC Aschersleben. Der Billardsport war natürlich bei beiden Veranstaltungen vorrangig, gefeiert wurde aber auch nicht schlecht und ich darf viele neue Freunde in meinen Bekanntenkreis aufnehmen.

Los ging´s also in der Slovakei. Grund für den Präsidenten des slovakischen Verbandes, Ladislav Sramek, den "1. Danube-Cup" zu veranstalten: Die eigenen Rollstuhlspieler gegen internationale Konkurrenz antreten zu lassen. Seit 2 Jahren wird dort der Rollstuhlsport gefördert - Bereits 8 Rollis von knapp 350 Billardspielern in der Slovakei, eine stolze Zwischenbilanz für den kleinen aber engagierten Verband. So war Ladislav auch über Resonanz positiv überrascht. Neben 7 slovakischen Spielern gesellten sich 9 ausländische Spieler, darunter Weltmeister und World-Games-Sieger. Auf diesem hohen Niveau kam für die Gastgeber nicht überraschend das frühe Aus. Lediglich Miroslav Benko konnte das Viertelfinale erreichen. Wie ich selber auch. Die Gruppenphase habe ich ohne Probleme und deutlichen Siegen (5:2, 5:1 und 5:0) absolviert. Im Viertelfinale gab es mal wieder das Wiedersehen mit meinem österreichischen Freund Emil Schranz. Emil spielte gut und nutzte meine Fehler konsequent. Bitter für mich war es, als beim Positionsspiel auf die "8" meine Spielkugel ins Mittelloch tropfte und Emil mit 3:2 in Führung ging. Ich hatte zwar auch in den nächsten beiden Spielen meine Chance, aber irgendwie lief es nicht mehr rund. Wieder einmal Platz 5 und an den Medaillen vorbeigerutscht - Das machte aber meiner positiven Stimmung keinen Abbruch. Bis lang in die Nacht wurde der Turniersieg des Iren Fred Dinsmore gefeiert, der Emil mit 6:1 im Finale in die Schranken wies. Die Reise in die Slowakei gemeinsam mit meinen deutschen Partnern Jo Schuler und Volker Weiß, die leider schon in der Vorrunde auschieden, war es auf jeden Fall wert. Daher möchte ich mich auf diesem Weg nochmals herzlichst bei Ladislav Sramek und seinem Organisationsteam für ein erlebnisreiches Wochenende bedanken und ich freue mich schon auf das Wiedersehen im nächsten Jahr...

Dies gilt auch für die Fahrt nach Aschersleben in Sachsen-Anhalt. Über Fernsehen und meine Homepage ist der junge Pool-Billard-Club auf mich aufmerksam geworden. Nach langer Terminsuche hat sich am Pfingstwochenende ein Treffen in Ostdeutschland gefunden. Im "Gepäck" hatte ich mit Hans-Peter Benzinger, Samir Javor, Alf Hahn, Werner tröstet mich nach seinem 3:2-Sieg - Das ruft nach bitterer Revanche... Klick für weiter Bilder aus Aschersleben!Volker Weiß, Peter Rupprecht und Werner Feß 6 Kollegen, aus denen wir 2 Mannschaften mit dem schmucken Namen "Tai & Friends" im Kampf um den "Alpha-Wanderpokal" ins Rennen schickten. Gegenüber standen eine Auswahl Sachsen-Anhalts sowie 2 Teams des gastgebenden PBC. Im wahrsten Sinne des Wortes liefen am Samstag heiße Spiele ab. Die Temperaturen stiegen im hiesigen Billard-Lokal von Minute zu Minute. Was keine Ausrede für das grottenschlechte Abschneiden meinerseits sein soll. Irgendwie bin ich so etwas von der Rolle gewesen, meine Team-Partnern ging es nicht anders und so belegte das erste Team: Wieder Platz 5. Besser machten es Volker, Peter und Werner (der mich auch noch 3:2 abzockte), die sich Bronze abholten. Überhaupt Werner Feß, er war an diesem Wochenende eine Nummer für sich. Er spielte so gut Billard wie noch nie und verzückte mit seinen coolen Sprüchen. Aber nicht nur für Werner war das Wochenende ein ausfüllendes Erlebnis, wir alle hatten einen Heidenspaß! Grundlage war hierfür die tolle Organisation des PBC Aschersleben. Angeführt von Sven, Sebastian, Micha und ihren Billardfreunden. Der Abschied fiel schwer. Vielleicht auch wegen meines vollgestopften Autos wo noch die Ehrenmitgliedschaft im Verein eingepackt werden durfte. Gut das wir so abloosten, den riesigen Siegerpokal hätten wir nie mehr untergebracht, unser "Geschenk" an die Landesauswahl Sachsen-Anhalts, die im Finale die Erste Ascherslebens bezwang. *grins*

Gratulation zum Sieg + Gratulation zu einer tollen Veranstaltung = WIR KOMMEN WIEDER!!!

Zwei wirklich tolle Veranstaltungen sind zwar schon wieder Geschichte aber bei weitem nicht aus dem Kopf. Dennoch gilt der Blick voraus. So stehen am 21. und 22. Juni die "Bundesmeisterschaften der körperbehinderten Sportler" in Landau in der Pfalz auf dem Programm. Gesucht werden die DBU-Sieger im 8- und 9-Ball. ==> Hier findet ihr die Ausschreibung der DBU...

Die Vorbereitungen laufen auch auf mein persönliches Highlight des Jahres, die Europameisterschaften in Willingen. Vom 6. bis 17. August wird die Jubiläumsausgabe der EPBF zum Megaevent. Auf 53 Tischen werden in 10 Wettkampftagen die neuen Titelträger Europas bei den Schülern, Schülerinnen, Junioren, Rollis, Damen, Herren, Ladies und Senioren ermittelt. Und ich mittendrin statt nur dabei...



Info:

Information für alle Behindertensportler zur Veranstaltung in Aschersleben

"Tai & Friends" vs. Sachsen-Anhalt

Hallo Billardfreunde.

Ich hatte euch ja schon per eMail und bei den Saarlandmeisterschaften über die Einladung des PBC Aschersleben am 10. und 11. Mai (Pfingsten) informiert.

Ich habe mich nochmals mit Sven Röhl zwecks Ablauf, Organisation etc. unterhalten. Zum Hintergrund dieser Veranstaltung und dem Ablauf: Der PBC Aschersleben, der eng im Kontakt mit dem hiesigen Reha-Zentrum in Kontakt steht, möchte UNS "Profis" *grins* einladen um den Billard-Behindertensport in Sachsen-Anhalt einzuführen. Auf große Resonanz stieß der aktive Verein auch bei deren Landesverband. Neben Baden-Württemberg, Saarland und Hessen könnte sich nun im nächsten Bundesland etwas auftun, super! Diesen Gedanken sollten WIR unbedingt unterstützen, schließlich wollen wir ja auch alle Turniere spielen, mehr Spieler für unseren Sport gewinnen. Der PBC Aschersleben macht mit dieser Einladung an uns einen Start. - Ich denke ein vielversprechender Start und ich persönlich freue mich auf Pfingsten, auf den sportlichen Vergleich und die Gespräche mit Billardfreunden und Offiziellen.

Wie schon erwähnt, werden wir Mannschaften stellen, die in "abgemagerten" Spieltagen gegen die beiden Teams aus Aschersleben und einer Auswahl Sachsen-Anhalts antreten. Neben dem sportlichen Anreiz steht der Spaß am Sport nicht im Hintergrund. Wir dürfen uns alle auf 2 schöne Billardtage freuen und unseren Sport präsentieren.

Aus organisatorischen Gründen bitte ich euch ALLE im Laufe der Woche definitiv bei mir zuzusagen oder auch abzusagen. Da ich nicht alle Spieler-Adressen habe, bitte ich euch diese Mail weiterzuleiten bzw. mir die Adresse zuzumailen. Vielleicht hat mir auch jemand eine aktuelle Liste?

Am Freitag möchte ich dem PBC Aschersleben unser(e) Team(s) namentlich melden.

Bei Rückfragen stehe ich euch natürlich unter 0172/7157819 zur Verfügung. Solltet ihr bestimmte Dinge benötigen, die Verantwortlichen in Aschersleben haben ein offenes Ohr für uns. Bitte teilt mir eure evt. Fragen schnellstmöglich mit.

Ich erwarte eure Antwort.

Mit sportlichem Gruß,

euer
Tai Volkmer

  • Das TEAM "Tai & Friends":

       1. Hans-Peter Benzinger
       2. Peter Rupprecht
       3. Volker Weiß
       4. Javor Samir
       5. Alf Hahn
       6. Werner Feß
       7. ...und meine Wenigkeit
  • 10 Absagen:
       Norman Hopson
       Ralf Rücker
       Emil Schranz
       Sylvia Benzinger
       Jo Schuler
       Manuel Radu
       Manfred Gattinger
       Marcus Wittner
       Stefan Barth
       Manuel Back


Eintrag am 31. März 2008

Saarland war wieder eine Reise wert. Im Gepäck die Titelverteidigung im 9-Ball bei den "Offenen Saarland-Meisterschaften 2008". Mein insgesamt 8 Titel, denn ich aus Dillingen bzw. nun Homburg entführen konnte - Von 11 Turnieren die ich dort bisher gespielt hatte denke ich, ist das eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Am Sonntag wurde meine Parade-Disziplin überraschend im Doppel-KO ausgetragen. Mit Siegen über Werner Feß (5:0), Volker Weiß (6:1) und Norman Hopson (6:3) ging ich die Gewinnerrunde bis ins Finale durch, wo ich erneut auf Hopson traf. Das ewige Duell ging deutlich mit 7:2 an mich. Mit meinem 9-Ball-Spiel war ich insgesamt zufrieden und nahm gerne die Glückwünsche und die schöne Siegerurkunde vom Behindertensportbeauftragten des SBU, Werner Feß, entgegen.

Meine Ausbeute im Saarland:

        9-Ball - 5x 1.Platz: 1999, 2000, 2004, 2007 und 2008
        8-Ball - 2x 1.Platz: 2000 und 2004
                    1x 2.Platz: 2007; 1x 4.Platz: 1999; 1x 5.Platz: 2008
        Kombi - 1x 1.Platz: 2005

Ralf Rücker (8-Ball) und Tai Volkmer (9-Ball), die Sieger bei den Saarland-Meisterschaften 2008.Gut lief es eigentlich auch am Samstag, als in der Disziplin 8-Ball der Beste gesucht wurde. Alle fünf Gruppenspiele beendete ich mit 3:0. Dreimal ging ich allerdings nur als Sieger vom Tisch. In der "Killergruppe" stand ich nach der klaren Niederlage gegen Hopson, in der ich unbegreifliche Fehler machte, bereits mit dem Rücken zur Wand. Ganz stark spielte dann Ralf Rücker gegen mich auf und ich schied schon in der Gruppenphase aus. Rücker sackte verdientermaßen auch den 8-Ball-Titel ein, im Finale bezwang er Hopson. Die hessische Meisterschaft auf saarländischem Boden komplettierte Stefan Barth, der als Dritter den besten Schwaben, Volker Weiß, auf Rang Vier verdrängte.

Weiter geht es für mich, neben dem Liga-Spielbetrieb, vom 25. bis 27. April. Der Slovakische Billardverband organisiert in Komárno an der slovakisch-ungarischen Grenze erstmals ein Turnier für Rollstuhlfahrer um die Weltspitze der Behindertensportler ihren eigenen Spielern gegenüberzustellen. Die deutschen Fahnen beim "Danube Cup 2008", der im 8-Ball ausgetragen wird, verteten Jo Schuler und ich. Ich persönlich freue mich schon bärig auf diese Veranstaltung!

Endlich haben der PBC Aschersleben und ich einen Termin gefunden! Am 10. und 11. März (Pfingsten) erwarten der PBC 1 und 2 sowie die Landesauswahl Sachsen-Anhalts das Team "Tai & Friends". Kein Witz, der engagierte Verein hat mich und andere deutsche Behindertensportler herausgefordert. Wer letztenendes in "meinem" Team an den Start geht, das wird sich Mitte April entscheiden. Interessierte Behindertensportler sollen mich bitte kontaktieren (inoffizielle Vorabinfo als PDF). Der Mosconi-Cup war gestern, jetzt geht´s im Osten rund!

So, das Training ruft! Für euch auch - Lasst die Kugeln laufen...



Eintrag am 25. Februar 2008

Jetzt habe ich schon lange nichts mehr von mir hören lassen. Aber eigentlich gab es in den letzten Wochen nichts aufregendes. In der Oberliga ist der Abstieg wohl perfekt, meine Frühjahrs-Grippe habe ich hinter mir und die Goldmedaille bei der Stadt Backnang habe ich auch abgeholt... Naja, Spaß beiseite, die jährliche Sportlerparty im Backnanger Bürgerhaus ist immer eine schöne Veranstaltung worauf ich mich immer freue. Noch leicht angeschlagen erhielt ich dann aus den Händen von OB Nopper die Medaille. Nichts zu erben gibt es in der Oberliga. Für mich und mein Team des PBC Backnang war nach dem überraschenden Aufstieg vergangenen Sommer klar, das wird eine harte Saison. Jetzt geht es wohl wieder in die Verbandsliga zurück, das ist aber kein Beinbruch.

Turniermäßig geht es im Behinderstensport auch allmählich wieder los. Den Anfang machen in diesem Jahr die Saarländer. Am 29. und 30. März steigen in Homburg/Saar die jährlichen offenen Saarland-Meisterschaften (zur Ausschreibung). Sportkamerad Werner Feß und seine Kollegen werden wieder ein schönes Turnier auf die Beine stellen. Für mich geht es um die Titelverteidigung im 9-Ball und der Gesamtwertung. Das 8-Ball schnappte mir ja mein ewiger Konkurrent Norman Hopson vor der Nase weg. Revanche...! ;-))

Seit langer Zeit stehe ich ja auch mit dem PBC Aschersleben in Verbindung. Die wollen uns Behindertensportler "testen". Voraussichtlich im April soll es zu einem Vergleichskampf kommen (inoffizielle Vorabinfo als PDF).

Im April beginnen auch die Vorbereitungen mit meinem Kumpel Mehmet Housein auf die Europameisterschaften im August in Willingen. Ich will nichts unversucht lassen um im eigenen Land meinen ersten EM-Einzeltitel zu feiern.

Im Oktober stehen die Deutschen Meisterschaften der Rollstuhlfahrer in Bad Wildungen auf dem Programm. Außerdem folgen sicherlich noch die Ausschreibungen für das Turnier in Kempten und in Hessen. Hoffentlich läuft die Kugel auch wieder in Baden-Württemberg - Ich würd´s mir wünschen...

Ich wünsch euch was, bleibt sauber!



Eintrag am 18. Dezember 2007

Endlich Pause! Nach der Deutschen Meisterschaft war bei mir der Akku auf Null. Und nachdem auch die letzten beiden Oberliga-Spieltage dieses Jahr gespielt sind, möchte ich einen kleinen Rückblick ins Jahr 2007 machen - Ein erfolgreiches Jahr...

Zuerst möchte ich auf das Vereinsgeschehen beim PBC Backnang zurückschauen. Als Verbandsliga-Zweiter haben wir bei den Relegationsspielen zwei, wenn auch knappe, Niederlagen einstecken müssen. Nichts war´s mit dem erhofften Aufstieg in die vierte Liga - Bis doch die erfreuliche Nachricht kam das Aalen den Sprung in die 2. Liga schaffte und somit Teams in den nachfolgenden Ligen aufrutschten. Wir waren als letztes glückliches Mannschaft dabei. Klar war mir und meinen Teamkollegen Alberto, Mehmet, Tobias, Ralf, Eduardo und Jens, dass die neue Oberliga-Saison eine ganz schwierige wird. Zwar haben wir in den bisherigen 5 Spielen keinen Punkt eingefahren, den drittletzten Platz habe ich aber noch nicht abgeschrieben. Einen Neuanfang gab es dann noch, als Ende November sich ein Vorstand fand (mit mir als Kassenwart).

Eine Achterbahn der Gefühle spielte sich bei mir bei meinem Gastspiel in Florida ab. Zuerst fliege ich im Herbst bei den US Open gleich aus dem Hauptfeld um ihm "Verliererturnier" (u.a. mit Europameister Kimberley, Japans Nummer Eins Takahiro Terada und vielen weitern Klassespielern) den Sieg einzustreichen. In der anschließeneden WPA-Weltmeisterschaft spielte ich auf hohem Niveau weiter bis mich zum ungünstigsten Zeitpunkt eine Grippe stoppte. Die mögliche Medaille war futsch, Gold gab es dennoch: Dank meines österreichischen Kumpels Emil Schranz siegten wir im parallel laufenden Team-Wettbewerb. Danke Emil, hast mich super durchgeschleift!

Ohne Medaille musste ich auch von den Europameisterschaften im Frühjahr aus Tschechien nach Hause fahren. Auch hier fehlte wieder nur eine Partie um das Edelmetall vom Vorjahr zu wiederholen. Dennoch bin ich bei der nächsten EM im Sommer 2008 in Willingen mit von der Partie. Bei den Deutschen Meisterschaften holte ich gleich beide Titel, im 8-Ball und im 9-Ball.

Weiter feierte ich Siege in Kempten (Billard-Park-Meisterschaften) und Bad Homburg (offene Saarland-Meisterschaften). In Rödermark (offene Hessen-Meisterschaften) kam ich zwar nicht über einen 9. Platz hinaus, juckte mich aber auch recht wenig. Wie schon anfangs erwähnt: Beim "Boxenstop" auf der Heimfahrt von der DM war der Kopf einfach leer.

Auf diesem Weg möchte ich so vielen Freunden, Organisatoren und Verbandsvertretern danken. Persönlich danken möchte ich meinem Freund und Trainer Mehmet Housein. Dank seiner Geduld und dem Einsatz hat er mich zu dem erfolgreichen Jahr angetrieben. Ich freue mich schon jetzt auf die Vorbereitung auf die EM! Dankeschön natürlich auch an Claudia Swoboda (Kempten), Werner Feß (Bad Homburg) und Norman Hopson (Neu-Isenburg), die sich mal wieder hauptverantwortlich für die großartige Ausrichtung der nationalen Turniere auszeichneten. Nicht zu vergessen die DBU, wo ich Bundessportwart Werner Ertel hervorheben möchte. Die DM in Willingen war wegweisend für den Rollstuhlsport in Deutschland.

Während des gesamten Jahres bekam ich immer wieder unterstützende Mails und Gästebucheinträge. Tut verdammt gut jede einzelne Zeile zu lesen. Dank euch allen! Dies gilt natürlich auch für Dieter Eblen und sein Team von der Württembergischen Versicherung in Backnang sowie natürlich Reiner Kowarik von NIR, der deutschen Longoni-Vertretung. Vergessen darf und möchte ich nicht der Firma H.E.W.I.Metal-Ltd. in Schorndorf sowie iBEA-Tours in Althütte - Ingo und Simone haben auf ihrer Ägypten-Tour den "1.FC TV" gegründet. Au Backe, ihr seid echt kaputt... ;-) Last, but not least, einen lieben Gruß an meine ganze Familie!!!!!!!!

Liebe (Billard-)Freunde: Danke, danke, danke! Wir sehen und/oder hören voneinander im neuen Jahr, wenn wieder aufregende Turniere und Aufgaben auf mich warten. In diesem Sinne wünsche ich euch von Herzen:

EIN FRÖHLICHES WEIHNACHTSFEST
&
EINEN GUTEN START INS NEUE JAHR !!!



Eintrag am 22. Oktober 2007

Puh, die anstrengende Woche in Tampa/Florida ist vorbei, leider aber auch der angeschlossene Urlaub durch den "Sunshine State". Während es in der Erholungsphase praktisch nur positive Erlebnisse gab, so waren die 7 Wettkampftage im "Planet 9-Ball" mal wieder ein Wechselbad der Gefühle für mich...

Begonnen wurde mit den "US Open" am 28. September. Und den Start hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Zuerst haut mir die Nummer Zwei der USA, Nick West, so die Kugeln um die Ohren das ich nicht mehr wußte wo hinten und vorne ist. Das war eine Lektion, die ich so schnell nicht vergessen werde. Vorwürfe kann ich mir aber keine machen, Nick spielte einfach super und hatte im richtigen Moment das Quäntchen Glück, das man eben auch braucht. Mit der erteilten Lektion musste ich schon in der Verliererrunde mein ganzes Können zeigen um im starken 44-Mann-Feld zu bestehen. Was der Engländer Mick Langley und ich dann aber vollbrachten war eine Lachnummer. Nichts ging, weder bei Mick, noch weniger bei mir. Au Backe, nach dem 3:7 und dem gleichzeitigen Aus bei den US Open war ganz schön angefressen und man stellt sich die Fragen, warum man überhaupt soviel trainiert hat.

So habe ich zunächst das "Second-Chance-Turnier", der Wettbewerb der Spieler, die frühzeitig aus dem Hauptturnier ausgeschieden sind, als Trainingseinheit. Von Spiel zu Spiel fühlte ich mich wohler am Billardtisch, das Spielen machte plötzlich wieder Spaß und ich wußte nun, wofür der ganze Trainingsaufwand mit meinem Kumpel Mehmet gut war. Und übrigens, den Namen "Verliererturnier" hatte dieser Nebenwettbewerb ganz und gar nicht verdient. So waren unter anderem der amtierende Europameister Roy Kimberley, Japans Nummer Eins Takahiro Terada und weitere wirklich starke Teilnehmer am Start, denen man eher gute Chancen im Hauptturnier einräumte. Daher war der 7:2-Finalsieg über den Ami Terry Darling nicht nur ein schönes Trostpflaster für mich. Ich hatte unheimlich Selbstvertauen gesammelt und der eigentliche Hauptwettbewerb, die "WPA-Weltmeisterschaften 2007", konnten kommen.

Als gesetzter Spieler genoß ich zuerst ein Freilos um dann in Runde 2 gegen den Jeff Dolezal, Präsidenten des amerikanischen Billard-Rollstuhlverbandes NWPA, meine Klingen zu kreuzen. Und irgendwie tat mir Jeff leid, denn er war auch während unserer Partie mehr mit der Organisation beschäftigt als mit seinem eigenen Spiel. Ständig klingelte sein Handy oder irgendjemand fragte ihn etwas. Das ständige Stören war auch für mich nicht hilfreich, die Konzentration ließ von Minute zu Minute nach. Dennoch gelang der Auftaktsieg und ich freute mich auf das Duell gegen den Überraschungssieger der US Open, Karl Reed aus England. Hier war ich wieder voll konzentriert und nutzte die Fehler meines Kontrahenten gnadenlos aus. Am Ende stand ein klarer 9:5-Sieg zu Buche. Spannender verlief da schon das Match gegen den unbequem zu spielenden Amerikaner Kray Mims. Beim zwischenzeitlichen 6:3 versuchte ich mit einen Cut auf die gewinnbringende Neun den Vorsprung auszubauen, was aber misslang - Und plötzlich hieß es 6:7. Erst klingelte eine "Dusselneun" im Loch, dann schoss Kray aus um ein Neunballbreak hinterherzuschicken. Der Ami erhöhte nach einem Safeduell auf 8:6, aber ich kämpfte mich nochmals auf 8:8 heran. Keiner von uns wollte sich einen Fehler leisten und so war die "2" der Ball im letzten, entscheidenden Spiel, die auf dem schweren Tisch hin- und hergeschoben wurde. Bis sich nach einem verunglückten Safe-Versuch mir die Chance bot. Ich schoß bis zur Acht sauber aus, aber irgendwie griff das Effet nicht und die Ablage auf den Matchball misslang. Keine Ahnung wie lange ich überlegte welcher Stoß der geeignetste ist, letzenendes entschied ich mich für einen dünnen Lochversuch des Matchballs mit gleichzeitigem Rechtseffet und dem schnellen Tempo, das im Notfall nicht viel liegenbleiben sollte. So geschah es auch, ich verpasste die erste Möglichkeit zum Sieg, für Kray blieb ein schwerer Matchball liegen, den auch er unter dem Druck deutlich verschoß. Und ich hatte ein Dejá Vu aus dem 10. Spiel. Wieder lag dort der Cut, diesesmal auf der anderen Seite. Aber ich wußte, die werde ich hundertprozentig lochen. Spiel, Satz und Sieg, der Stein der mir vom Herzen fiel war in ganz Tampa zu hören.

Den Hals- und Kopfschmerzen, die ich an diesem Tag verspürte, gab ich zunächst nicht allzugroßer Sorgnis bei. Nach dem langen Spiel gegen Mims wollte ich aber nur noch ins Bett. Tatsächlich, ich hatte mir eine Grippe eingefangen. Was für ein Timing, ein Spiel von den Medaillen entfernt. So versuchte ich mit Medikamenten über Nacht herauszuschwitzen was möglich war. Am Morgen ging es mir aber richtig dreckig. Mal schwitzte ich, dann bekam ich wieder Schüttelfrost. Es soll keine Ausrede sein, aber förderlich für das Spiel gegen den hochgehandelten Henrik Larsson, mein ewiger Gegner aus Schweden, war der ständige Umschwung im Körper sicherlich nicht. So kam es, wie es kommen musste, glatt mit 4:9 musste ich in die Verliererrunde. Eine halbe Stunde Zeit wurde mir gegönnt um mich gegen den World-Games-Sieger Fred Dinsmore vorzubereiten - Was ich mit einem kurzen Schlaf ausnützte. Trotz allem wollte ich unbedingt gewinnen um am letzten Spieltag mit im Rennen um den Titel zu bleiben. Doch wie ich auch versuchte mich zu konzentrieren, ich konnte meine Möglichkeiten nicht nutzen und unterlag dem Iren mit 6:9. Wie sagen die Amis léger? ´Shit happens´ - Wofür ich mir aber auch nichts kaufen kann, es ist einfach nur schade, dass gerade in diesem Moment mich so etwas stoppt...

Aber es gab ja noch ein Happy-End! Gemeinsam mit meinem österreichischen Kumpel Emil Schranz bildete ich das "Scotch-Doppel" Rack´n´Roll um über die Tage im Teamwettbewerb etwas zu reißen. Während Henrik Larsson im WM-Finale den Belgier Kurt Deklerck bezwang, so waren das deutsprachige Doppel im Finale über die "Royal Family", bestehend aus Roy Kimberley (England) und Takahiro Terada (Japan), erfolgreich. 2 Turniersiege bei 4 gespielten Wettbewerben, dazu Rang 5 bei der WM, auch wenn ich natürlich lieber eine Medaille gehabt hätte, mit dem Abschneiden bei diesen 7 Wettkampftagen muss ich zufrieden sein.

In Deutschland geht es gleich richtig weiter. Vom 7. bis 9. November spielen die Rollstuhlfahrer in Bad Wildungen um den Titel bei den Deutschen Meisterschaften der DBU. Gleichzeitig geht es im Einfach-KO-System im 8- und 9-Ball um die Qualifikation zur Europameisterschaft 2008.

Auf der Heimfahrt werde ich im hessischen Rödermark-Urberach Station machen. Am 10. und 11. November veranstaltet der PC 69 Babenhausen die "Internationalen Hessen-Meisterschaften" für Körperbehinderte.

Auf geht´s, die Kugeln rollen weiter...



Eintrag am 21. September 2007

Woohoo, die Zeit rennt ganz schön davon. Aber ich bin wirklich froh, wenn am Mittwoch der Flieger in Richtung Florida abhebt. Im "Sunshinestate" wird das Wetter hoffentlich genauso heiß wie die zwei bevorstehenden Turniere. Die US Open steigen vom 28. bis 30. September und bei den WPA 9-Ball Weltmeisterschaften vom 1. bis 4. Oktober wird ebenfalls der neue Titelträger gesucht. Die genaue Teilnehmerzahl weiß ich nicht, aber erfährungsgemäß erwarte ich so um die 50 Kontrahenten aus Nordamerika, Asien, Australien und Europa. Ich freu mich schon riesig auf das Wiedersehen mit meinen Kumpels aus aller Welt! Gespielt wird im "Planet 9-Ball" ganz nach dem Namen des Austragungsortes in Tampa: 9-Ball. Tietelträume hat natürlich jeder, aber ich gehe besonnen die ganze Geschichte an. Primär will ich gutes Billard spielen. Dank dem super Training mit meinem Coach und Teampartner Mehmet fühle ich mich bestens vorbereitet. Jetzt muss ich "nur" noch das Erlernte zum richtigen Zeitpunkt auf den Tisch bringen. Und dann klappt es auch logischerweise mit einer guten Platzierung.

Ich will versuchen euch über mein Gästebuch täglich über das Geschehen in Tampa zu informieren. Da ich kein Laptop habe ist es oft schwer im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" *lach* einen Internetzugang zu finden. Unten müsstet ihr mein Gästebuch sehen, ansonsten klickt einfach HIER.

In diesem Sinne wünsch ich euch jetzt schon eine gute Zeit, vergesst nicht mir die Daumen zu drücken und seid so brav wie ich... ;-)



Eintrag am 28. August 2007

Die Vorbereitungen auf meinen Florida-Trip 2007 laufen auf Hochtouren. Flug und Hotel sind gebucht, der Papierkram ist erledigt. Jetzt heißt es für mich "nur noch" gewissenhaft auf die US Open (28. bis 30. September) und die WPA 9-Ball Weltmeisterschaften (1. bis 4. Oktober) in Tampa vorzubereiten. Das heißt auf gut Deutsch: Training, Training und nochmals Training. Dabei darf ich mich schon jetzt bei meinem Kumpel Mehmet Housein bedanken. Unser 8-Ball-Duell (rechts) haben wir auf Eis gelegt um gemeinsam an einem erfolgreichen Abschneiden zu arbeiten. Super Mehmet!

Willkommene Abwechslung, und gleichzeitig die Überprüfung meiner jetzigen Form, waren die Offenen Saarlandmeisterschaften 2007 am 25./26. August in Homburg. Das 9-Ball am Samstag hatte ich ungeschlagen für mich entschieden. Die Weichen auf den Sieg im 8-Ball hatte ich auch am Sonntag richtig gestellt, den Matchball dann aber vergeigt und der Sieg ging an meinen Freund Norman Hopson. Ich wär kein Sportler, wenn ich nicht ein wenig enttäuscht wäre. Aber in 11 Spielen habe ich 10mal den Tisch als Sieger verlassen, auch Norman dreimal bezwungen, und einige Spiele ausgeschossen. Ich bin zufrieden mit meiner Leistung, was mir am Wichtigsten ist. Okay, den Matchball hätte ich nicht danebensetzen sollen, aber sowas ist auch schon Boris Becker passiert und der kriegt auch noch Kinder...

Kein Beinbruch also, meine Fehler werde ich analysieren und ich hoffe, das ich diese in den nächsten 4 Wochen abstellen kann. Nachzureichen wäre noch mein Dank an den saarländischen Organisator des Turnieres, unserem Werner Feß. Schon stark und aller Ehren wert, wie er die Kraft aufbringt trotz seiner schweren Behinderung dieses Turnier am Leben zu erhalten. Dankeschön auch an Elisabeth Binz für den angenehmen Aufenthalt im Billardbistro Break 9 sowie dem Saarländischen Billardverband. Ich freu mich schon auf das nächste Jahr und vielleicht kann ich dann meine Titel 8 und 9 einsammeln.

Bekannt wurde unterdessen auch, dass die offenen Hessen-Meisterschaften im November steigen. Der genaue Termin ist noch nicht bekannt, werdet ihr aber an dieser Stelle nachlesen können.



Eintrag am 6. August 2007

Hallo liebe Freunde,

und Mahlzeit... So viel Neues gibt es nicht zu berichten. Die "Früh-Herbst"-Pause (oder wie man bei dem Wetter auch sagen will) hat auch mich im Griff. Mal etwas Distanz gewinnen und Appetit für neue Aufgaben bekommen, denn schon bald geht die Saison wieder los...

Bis zum Auftakt in der Oberliga Nord Baden-Württemberg vergehen noch ein paar Wochen. So allmählich geht es mit dem Training wieder los. Wobei es fraglich ist, ob ich meine Teamkameraden vom Backnanger BC überhaupt zum Saisonstart begleiten (und zum Sieg schießen!) kann.

Denn in Tampa/Florida stehen die 5. WPA-Weltmeisterschaften der Rollstuhlfahrer auf dem Programm. Genau gesagt vom 1. bis 4. Oktober. "Warmspielen" kann ich mich zuvor auf den US Nationals, die an gleicher Stelle stattfinden. 2-in-1, starke Sache! Nach der Turnierabsage der Verantwortlichen der World Games in Taipeh bin ich jetzt überglücklich, das am Wochenende von der EPBF die offizielle Nominierung in mein Postfach flog. Nominiert sind die besten 11 der vergangenen Europameisterschaften. Somit ist diese WM-Nominierung jetzt mehr als nur ein kleiner Trost für die knapp verpasste EM-Medaille. Nach Silber 2000 und Bronze 1999 hoffe ich natürlich auf die Komplettierung meiner WM-Sammlung, aber davor muss jetzt erst einmal der Schweiß fließen. Hat von euch jemand eine Idee, wo ich zumindest einen Teil meiner Unkosten von 1.200 Euro herbekommen kann? Zuschüsse von den Verbänden gibt es ja leider keine...

Ein erster Test steht ja in Kürze schon bevor: Nachdem in diesem Jahr in Baden-Württemberg keine offenen Meisterschaften ausgetragen wurden (schade eigentlich!) hat die Saarländische Billard Union wieder zu den jährlich stattfindenden "Internationalen Offenen Saarland-Meisterschaften" eingeladen. Natürlich werde ich hier alles daran setzen nach zuletzt 4 Turniersiegen in Folge die Nummer 5 zu feiern. Die Konkurrenz schläft nicht, aber genau darauf freue ich mich ja am 25. und 26. August in Homburg/Saar.

Wie dieses Turnier endete und was aus Florida wird, das könnt ihr in Kürze hier nachlesen. Ich freu mich auf euren Besuch und DANKESCHÖN an alle Freunde, die mir nette Mails schreiben...!



Eintrag am 12. Juni 2007

World Games oder Weltmeisterschaften? Oberliga oder Kreisliga? In den letzten Tagen haben sich einige Fragen aufgebaut und zum Teil auch schon von selber beantwortet.

Zufrieden mit dem Sportjahr 2006.Da sind zunächst die IWAS World Games, die vom 9. bis 19. September in Taiwan veranstaltet werden. Seit Januar freue ich mich auf dieses Highlight des Jahres. Die Anmeldung über den DRS ging fristgerecht raus, die Antwort und weitere Informationen zum Pool-Billard-Event ließen aber auf sich warten. Nach einem Telefonat vergangene Woche mit den Veranstaltern aus China ist die Ernüchterung groß: Wegen fehlender Teilnehmer wurde die Billard-Veranstaltung kurzerhand gestrichen. Da kriege ich doch glatt den "Tai-Wa(h)n"...

Echt schade, ich wollte unbedingt wieder in Taipeh an den Start und meine Medaille, die mir 2004 "geklaut" wurde, wiederholen. Dafür geht es jetzt zu den WPA-Weltmeisterschaften nach Tampa, Florida. Vom 1. bis 4. Oktober werden diese im "Planet 9-Ball" ausgetragen. Zuvor gehen die US Open am selben Ort über die Bühne - Wenn die Termine nun endlich mal vom Verband bestätigt werden. Ich muss also wieder warten...

Warten heißt es auch beim Billard-Verband Baden-Württemberg. In der abgelaufenen Verbandsliga-Saison habe ich ja gemeinsam mit meinen Teamkollegen eine tolle Runde hingelegt und uns als Zweitplazierter die Aufstiegsspiele zur Oberliga qualifiziert. In Calw hatten wir aber beide Begegnungen knapp verloren und der Aufstieg war verpasst. - Denkste! Dank der Aalener Mannschaft, die in die 2. Bundesliga aufgestiegen sind, Gratulation an dieser Stelle, wurde doch noch ein Platz für uns in der Oberliga frei. Es werden uns heiße Partien in der der vierten Liga erwarten, wenn die fehlenden Unterlagen, die der Verband noch von unserem Verein anforderte, fehlerfrei sind.

Unterdessen wurden das zweite Behindertenturnier in Kempten ausgetragen. Unter dem Motto "Aus Spaß am Sport" trafen sich knapp 40 behinderte Sportler zum Vergleich. Wie im Vorjahr, so wurde auch am vergangenen Sonntag, den 10. Juni, die Behinderungen und Leistungsstärken in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Verlierer gab es eigentlich keine. Obwohl mir Marc Buchen schon etwas leid tut. In "meiner" Gruppe musste ich eben gegen Newcomer Marc sowie Kumpel Jo Schuler antreten. Diese Gruppe komplettierten drei weitere lokale Spieler, die mit dem Ausgang der Plätze 1 bis 3 aber keine Rolle spielen sollten. Das spannende Ende begann mit meiner 2:3-Niederlage gegen Marc, der meine 2:0-Führung mit cleverem Spiel umdrehte und verdientermaßen dann auch gewann. Als Jo dann Marc mit 3:1 schlug war die Tür zum Sieg für mich wieder ein Spalt offen, denn in der letzten Partie traf ich auf meinen EM-Kollegen Jo. Für mich war klar, mit einem 3:0 könnte ich doch wieder den ersten Platz belegen. Die Chancen schwanden als ich im ersten Spiel die gewinnbringende Acht in das falsche Loch jagte. Meine Kopfrechnung ergab aber, das mir auch ein 3:1 zum Turniersieg reichen würde. Im dritten Spiel haben Jo und ich uns gleichermaßen blöd angestellt, dennoch konnte ich mit 2:1 in Führung gehen und nachdem das 4. Spiel nach einem schönen Runout ebenfalls an mich ging wurde gerechnet. Es reichte zum Sieg wirklich nur durch ein einziges Spiel vor Jo, der wiederum ein Spiel Vorsprung auf Marc hatte. Aber ich denke, wir dürfen uns alle als Sieger erklären!

Auf diesem Weg möchte ich mich noch für die Gastfreundschaft in Kempten bedanken. In erster Linie bei unserer Claudia vom Billard- und Snookerpark. Aber auch natürlich bei "meiner" Cocktail-Queen Mareen sowie den zahlreichen Helfern des BSV Kempten. Es war alles in allem eine wirklich super Veranstaltung und das Motto hatte voll gegriffen, denn Spaß am Billardsport hatten alle! Ein fettes Dankeschön ins Allgäu und auf Wiedersehen im nächsten Jahr!!!

Autsch, fast hätte ich jetzt noch die Saustall-Trophy am 7. und 8. Juli vergessen. Mit meinem Kumpel Emil aus Innsbruck werde ich erstmals unter dem Team "Rack´N´Roll" im österreichischen Fieberbrunn an diesem Fun-Turnier teilnehmen. Ein Turnier, das nicht so bierernst genommen werden sollte. Aber im Doppel mit Stoßwechsel sind "Sanchez" und ich ja auch eingespielt und fürchten niemanden...



Eintrag am 3. Mai 2007

das herrliche Wetter hat endlich Einzug gehalten. Die Zeit um das zu genießen kommt auch bald, denn so langsam wird es auch im sportlichen Bereich etwas ruhiger. Die Pool-Billard-Ligen sind beendet und gemeinsam mit meinen Sportkameraden der 1. Mannschaft des Backnanger BC habe ich als Verbandsliga-Zweiter die Relegationsspiele für die Oberliga erreicht. Als Außenseiter fahren wir am 20. Mai zu den Play-Offs nach Calw, wo wir den etwas überraschenden Saisonverlauf krönen wollen.

Dabei muss ich auch meinen Teamkollegen Mehmet Housein zum Chinesen einladen. Nein, ich habe keine Wette verloren. Vielmehr ging unser 9-Ball-Duell doch ziemlich deutlich mit 99:85 an ihn. Ich gratuliere, aber im 8-Ball muss er sich dann warm anziehen. Und das bei der Hitze - Viel Spaß Mehmet! Ich werde keine 13 Spieltage brauchen um Dich gnadenlos in die Knie zu zwingen... ;-)

Weiter geht es am 10. Juni in Kempten, wo Claudia und ihr herzliches Team wieder Behindertensportler zum 2. Turnier nach 2006 begrüßen. Ein etwas anderer Event, wo der Billardsport nicht an oberster Stelle steht. Vielmehr soll mit dem Spaß am Sport Billard nähergebracht werden. Ein buntes Programm erwartet die Teilnehmer aus Nah und Fern.

Ob ich allerdings in Kempten mit von der Partie bin, das ist noch nicht sicher. Am 2. Juni geht die Fußball-Oberliga zu Ende. Und nach Stand der Dinge auch erfolgreich für mein Team, der SG Sonnenhof Großaspach. Dem Klassenerhalt sind wir sehr nahe - 5 Spieltage vor Saisonschluss. Und wenn dann alles gut läuft, dann steht einem lustigen Saisonabschluss nichts im Wege.

Von den offenen Landesmeisterschaften in Baden-Württemberg, Saarland oder Hessen habe ich noch nichts gehört, aber mit meinem Kumpel Emil aus Innsbruck werde ich unter dem Team "Rack´N´Roll" an der Saustalltrophy im österreichischen Fieberbrunn teilnehmen. Auch ein Turnier, das nicht so bierernst genommen werden sollte. Aber im Doppel mit Stoßwechsel sind "Sanchez" und ich ja auch eingespielt.

Kopfzerbrechen macht mir vielmehr der Herbst. Vom 9. bis 19. September steigen in Taipeh die IWAS-World Games. Ein Highlight des Jahres, auf das ich mich schon freue. Ziemlich neu ist aber die Bekanntmachung aus den USA. Die NWPA, der hiesige Rollstuhl-Billardverband, will vom 1. bis 4. Oktober die offizielle WPA-Weltmeisterschaften im 9-Ball ausrichten. Zuvor steigen die US Nationals. Zwei hochkarätige und äußerst attraktive Rollstuhl-Turniere die mich schon locken. Allerdings ist damit ein finanzieller Kraftakt verbunden, den ich jetzt noch nicht zu bewerkstelligen weiß.

Aber kommt Zeit, dann kommt auch Rat. Was geschehen wird, das könnt ihr hier bald nachlesen. Unter "Sportkalender" findet ihr auch nochmals alle Turniere analogisch aufgelistet. Also, schaut bald wieder vorbei...



Eintrag am 26. März 2007

Euer Daumendrücken, die tolle Unterstützung im Gästebuch, per eMail, Handy und SMS - Herzlichen Dank euch allen, die mich bei den diesjährigen Europameisterschaften im tschechischen Liberec vom 19. bis 24. März so großartig unterstützt hatten! Leider fielen die knapp 600 Kilometer Heimfahrt sehr schwer, denn im Gepäck war nicht die erhoffte Medaille...

Was für ein Affentheater...!Dabei begann alles Bestens. Die Auslosung war genau nach meinem Geschmack. Mit viel Selbstvertrauen ging ich am Montag in die erste 8-Ball-Partie gegen den Serben Nikolic. Aber gerade dieses Selbstvertrauen verflüchtigte sich binnen Minuten. Was ich auf dem blauen Tuch auch anstellte, nichts gelang. Mit dem schnellen Filz hatte ich anfänglich ebenso große Probleme wie mit dem Bandenabschlag während des gesamten Turniers. So lag ich schnell mit 1:3 zurück, drehte aber noch den Spieß durch Kampfgeist zum wichtigen 5:3-Auftaktsieg. Ein besseres Spiel versprach ich mir gegen den starken Slowenen Braijkovic. Das ich beim 4:4 aber einen Cut meines Matchballs zu leicht spielte, das wird mir noch längere Zeit hinterherhängen. Der Grund ist einfach: Im 4.Spiel versenkte ich die 8 korrekt, aber auch die Weiße. Statt 3:1 hieß es 2:2. Das ging mir beim entscheidenden Ball durch den Kopf - Was für ein Fehler! So ging es in die frühzeitig in die Verliererrunde, wo ich auf den zweiten Serben Tegeltija traf. Hier machte ich auch einige dumme Fehler, nach dem 0:1-Rückstand war aber die Frage nach dem Sieger schnell beantwortet. Einige starke Bälle brachten mir den ungefährdeten 5:1-Erfolg. Hätte man bei Bet & Win darauf wetten können, das nun mein ewiger Kontrahent Larsson und meine Wenigkeit in der Looserround aufeinandertreffen, man hätte viel Geld verdienen können. Im Centercourt fühlte ich mich wohl, unter den Augen des sachkundigen Publikums spiele ich sehr gerne und führte auch schnell mit 3:1. Henrik konterte stark und bis zum 3:3-Ausgleich war ich dem Zuschauen verbannt. Der schwedische Meister hatte schließlich noch das Glück des Tüchtigen im 7.Spiel und als ich darauf eine Kugel aus spitzem Winkel an die Kante des Mittellochs setzte war das Aus im 8-Ball besiegelt.

Wesentlich mehr erhoffte ich mir natürlich in meiner Paradedisziplin 9-Ball. Die Bronzemedaille wollte ich natürlich schon gerne verteidigen, aber auch hier wurde nichts draus. Nach einem Freilos zum Auftakt wartete mein Kumpel aus Innsbruck auf mich. World Games-Sieger Schranz begann auch stark, Danke mein Freund !verpasste aber das 3:0. Vielleicht ein Knackpunkt in der Partie, denn ich konnte nicht nur aufholen, sondern auch eine unglaubliche Kombination über den gesamten Tisch zum 7:4 versenken. Unglaublich war auch mein Kampf um den Einzug in das Viertelfinale. Gegen den Engländer McNeill gelang mal wieder gar nichts, lag schnell fast aussichtslos mit 1:4 im Hintertreffen. Aber das Kämpfen habe ich zum Glück erlernt und so ging das Match über die volle Distanz. Auch hier ging ich eine nicht einfache Kombination an, die dann auch misslang. "Meckie" konterte und beendete die Partie zu seinen Gunsten. Über die Verliererrunde gelang mir dennoch der Einzug in die Finalrunde, Newcomer Kam aus Holland hatte beim 7:2 nicht wirklich eine Chance. Diese Begegnung war auch mein erstes Match in dem ich Selbstbewusst auftrat. Das mein Gegner erneut Larsson hieß beflügelte mich sogar mehr als das es mich hemmte. Aber den Beginn habe ich total verschlafen. Und als ich eine einfache 9 nicht ins Ziel brachte war der mögliche 2:2-Ausgleich dahin, ich rannte dem Rückstand erfolglos hinterher. Mir gelangen noch einige schöne Partien und sehenswerte Bälle, was aber bei der 4:7-Niederlage nur Makulatur war.

Meinen Rollstuhl-Kollegen erging es noch schlechter. Jo Schuler, der im vergangenen Jahr sein EM-Debüt gab, konnte leider nur eines seiner 5 Spiele gewinnen. Erstmalig war auch der Passauer Manfred Gattinger mit am Start, aber hypernervös musste er Lehrgeld zahlen und unterlag in allen 4 Begegnungen. Besser machten es in gewohnter Art und Weise die Damen und Herren. Im 8-Ball feierte Teamleader Werner Ertel und das deutsche Team einen Doppelerfolg: "The Machine" Oliver Ortmann und Diana Statezcny eroberten die Europa-Krone, zudem gab es noch Bronze durch den "Terrier" Markus Westen. Gold und Silber auch im 9-Ball: Thorsten Hohmann rieß im Finale die Arme nach oben. dieses Finale verpasste Ralf Souquet gegen den Polen Babica mit 8:9 nur knapp. Trotzdem, Bronze ist ja so schlecht auch nicht. Ich hätte mich gefreut...

Das deutsche Team bei der EM 2007.Überhaupt war die Stimmung im deutschen Team super. Wir Rollstuhlfahrer wurden super klasse von der gesamten Mannschaft aufgenommen. Die EM hätte richtig Spaß machen können, wenn ich mein Potential auch nur annähernd hätte abrufen können. Dieser fade Beigeschmack hängt mir als ehrgeizigen Sportler eben etwas nach und es tut mir auch leid, das ich das von der DBU in mich gesetzte Vertrauen nicht umsetzen konnte. Aber so ist es eben im Sport, es gibt immer wieder Höhen und Tiefen. Ich will auch keine Ausreden suchen. Begünstigt hat mein Abschneiden sicherlich auch nicht mein Tennisellbogen und die, na sagen wir mal, "bescheidenen" Tische. Ich spiele eben viel mit der Bande, wenn die Reaktion aber immer wieder eine gänzlich andere ist als man erwartet, dann ist das schon zum Haareraufen.

Ich habe mich anfänglich bei euch bedankt für die tolle Unterstützung. Bedanken möchte ich mich aber auch nochmals bei Bundestrainer Andreas Huber und meinem Teampartner aus Backnang, Mehmet Housein. Wir beide werden noch viele weitere Stunden gemeinsam am Tisch verbringen, das verspreche ich. Denn die letzten Wochen haben mir einen ungehörigen Schub gegeben. Danke auch an die Deutsche Billard Union und Teamleader Werner Ertel sowie ALLEN deutschen Spielern für eine tolle Zeit in Liberec. Ich hoffe natürlich es kommt zu einem Wiedersehen spätestens 2008 in Willingen, wo dann die Europameister gekürt werden.

Mit oder ohne Volkmer? Das steht für mich in den Sternen... Bekanntlich wurde ja zeitgleich zur EM die Deutsche Meisterschaft der Körperbehinderten in Ludwigsburg ausgespielt. Der 8-Ball-Titel ging erneut an Manuel Radu vor Hansi Benzinger, im 9-Ball knüpfte mir Stefan Barth kampflos den Titel ab. Ich kann nun, wie auch Jo und Manfred, nur abwarten wie die DBU das Rolli-Team für 2008 nominiert. Es wird noch viel Zeit vergehen, aber gerade nach den jüngesten Titelkämpfen schwirren diese Gedanken im Kopf herum.

Der Kopf muss jetzt aber noch einmal frei werden. In der Verbandsliga stehen im April die letzten 3 Spieltage an und wir haben die Meisterschaftschancen noch nicht begraben. Weitere Turniere folgen in den nahen Zukunft.

Lassen wir´s angehen!

 

Jo Schuler in Action!

Jo Schuler in Action!

 

 

Manfred "Der Trümmerer" Gattinger.

Manfred "Der Trümmerer" Gattinger.

 

 

"Ein Schiff wird kommen" - Teamleader Werner Ertel.

"Ein Schiff wird kommen" - Teamleader Werner Ertel.

 

 

So seh´n Sieger aus! Peter Link im "Siegestaumel"...

So seh´n Sieger aus! Peter Link im "Siegestaumel"...



Eintrag am 12. März 2007

Die Zeit rennt dahin, der Countdown tickt unerbarmlich hinunter. Aber: Ich freue mich riesig auf die Europameisterschaften vom 19. bis 25. März in Liberec/Tschechien. Am kommenden Montag geht es also endlich los! Ich bin stolz ein Teil des deutschen Teams zu sein, das mit folgenden Spieler/innen die schwarz-rot-goldenen Farben vertritt:

    Oliver
    Ortmann

    Thorsten
    Hohmann

    Ralf
    Souquet

    Markus
    Westen

    Jörn
    Kaplan

     

     

     

    Tankred
    Volkmer

    Joachim
    Schuler

    Manfred
    Gattinger

     

    Tanja
    Kirschmann

    Daniela
    Benz

    Diana
    Statezcny

    Janine
    Schwan


Tai, Andi, Jo und Manne in der Sportschule OberhachingMein ganz herzlicher Dank gilt vorab schon meinem Teamkollegen und "Duell-Gegner" Mehmet Housein. Nach zwei Kader-Trainingseinheiten mit Bundestrainer Andreas Huber habe ich komplett meinen Stoß umgestellt, Mehmet hat mich dabei super unterstützt und eine harte Zeit in der Vorbereitung auf die EM geliefert. Ich hoffe, ich kann mein Versprechen einlösen um Dich Mehmet nächstes Jahr zur Backnanger Sportlerehrung einladen zu können. Dafür ist das Viertelfinale Pflicht. Aber insgeheim hoffe ich auf ein besseres Abschneiden als im Vorjahr, als ich im 9-Ball die Bronzemedaille in Empfang nehmen durfte. Natürlich kann ich kein Edelmetall versprechen. Versprechen kann ich aber, das ich mich voll hineinhängen werde um dieses Ziel zu erreichen.

Angesprochen hatte ich schon die beiden Kader-Lehrgänge mit Bundestrainer Andreas Huber. Er hatte sein Versprechen vom Vorjahr eingelöst und mich und meine Teampartner Jo Schuler und Manfred Gattinger in die Sportschule Oberhaching eingeladen. Auch Dir Andi, mein herzlichster Dank!

Ich hoffe natürlich, das ihr ALLE die Europameisterschaften im Internet "live" verfolgt. Dazu darf ich euch auf die offizielle Homepage zu diesem Event unter www.europeanpoolchampionships.com einladen. Nachfolgend ein paar direkte Links:

Die Termine und Ergebnisse der Damen und Herren entnehmt ihr bitte der offiziellen Homepage.

So, was habe ich vergessen? Mein Tennis-Ellbogen wird noch sorgsam von meiner Physiotherapeutin Brigitte Kyofski behandelt und macht große Fortschritte. Mein schickes Longoni-Queue ist mit neuen Moori-Ledern "besohlt" und vorsichtshalber habe ich auch schon mal die Badehose eingepackt, falls ich mal Zeit finde in dieser streßigen EM-Woche in Tschechiens größten Aquapark im Veranstaltungshotel Babylon unterzutauchen. Natürlich fehlt auch nicht "Akasensya" - Mein Glücksbringer... Auch er hat sich natürlich mental auf die Europameisterschaften vorbereitet... ;-) Und dann ist da noch das Wiedersehen mit den Spielern und Offiziellen. Es wird eine tolle Woche - Ob es eine hervorragende wird, hängt alleine von mir ab, dessen bin ich mir natürlich bewußt.

Jetzt aber noch eine Woche Vollgas geben - Erst beim Training und dann am Sonntag auf dem Weg nach Liberec!

Einzigster Wermutstropfen ist die Deutsche Meisterschaft 2007 ( weitere Infos). Dort können Jo, Manne der Zertrümmerer und ich nicht teilnehmen. Die werden nämlich am 24. und 25. März, also zeitgleich zur EM, in der "Markthalle Ludwigsburg" ausgetragen. Ich habe also null Chance meinen deutschen Titel zu verteidigen. Dennoch wünsche ich Hansi Benzinger und seinem Team einen erfolgreichen Verlauf und allen Teilnehmern viel Erfolg
-
I´ll be back!!!


Let´s keep on Rack´n´Rolling..................



Eintrag am 26. Januar 2007

Eigentlich wollte ich euch schon früher etwas über mich berichten. Allerdings war der erste Monat doch ganz schön streßig. Dabei gibt es doch einiges zu berichten.

Vorab zu den positiven Dingen des Lebens. Und Billard ist ja ein wichtiger Bestandsteil bei mir. Von meinem deutschen Dachverband, der DBU, bin ich nun offiziell zu den Europameisterschaften vom 19. bis 25. März in Liberec/Tschechien nominiert worden. Das deutsche Team setzt sich wie folgt zusammen (Quelle: Homepage des sportlichen Leiters Werner Ertel):

    Die DBU nominierte ihre Teilnehmer für die Poolbillard Europameisterschaft 2007

    Die Europameisterschaft findet vom 13.-25.03.2007 in Liberec in Tschechien statt.
    Gespielt werden die Disziplinen 8-Ball, 9-Ball und 14.1-Einzel.
    Auf Grund ihrer Erfolge und den Platzierungen bei den Deutschen Meisterschaft wurden folgende Herren nominiert:
    Thorsten Hohmann, Ralf Souquet, Oliver Ortmann, Jörn Kaplan und Marcus Westen.
    Von den Damen wurden nominiert: Diana Stateczny, Tanja Kirschmann, Janine Schwan und Daniela Benz.
    Die deutsche Delegation wird durch die Rollstuhlfahrer
    Tankred Volkmer, Joachim Schuler und Manfred Gattinger vervollständigt.

Der Ligabetrieb in der Verbandsliga Mitte läuft bereits auf Hochtouren weiter. Zum Rückrundenauftakt konnte ich mit der ersten Mannschaft des Backnanger BC einen 6:2-Erfolg in Stuttgart-Feuersee feiern. Kleine nette Nebengeschichte zu dem Spiel: Ich hatte meine beiden Begegnungen auf "meinem Meistertisch" ausgetragen, wo ich vor fast genau einem Jahr den deutschen Titel erspielte. Dieser Tisch Nummer 9 im Billardcafé Carambolage scheint mir zu liegen, denn ich behielt die weiße Weste. Mit nunmehr einem Punkt Rückstand auf Tabellenführer PBC Aalen haben wir die Meisterschaft noch lange nicht aus den Augen verloren.

Zufrieden mit dem Sportjahr 2006.Leider konnte ich am Erfolg meiner Mannschaft zuvor gegen Stuttgart-Feuerbach nicht teilhaben. Mit der Fußball-Oberliga-Elf SG Sonnenhof Großaspach verweilte ich beim Trainingslager in Belek/Türkei. Diese Woche war auch privat wichtig für mich über einen Schock hinweg zu kommen. Eine Woche nach dem tragischen Tod meines alten Freundes Heiner Reinert kam ich auf etwas andere Gedanken. Was den Schmerz nicht mindert. Heiner hinterlässt seine Frau Gabi und Tochter Jennifer, denen ich auf diesem Wege nochmals mein herzlichstest Beileid aussprechen möchte. Einen sehr guten, sympathischen und stets gut gelaunten Freund zu verlieren ist eine sehr traurige Sache. Aber einen guten Ehemann und Vater, das ist wohl das Schlimmste...

Meinen Geburtstag werde ich mal wieder im Ausland verbringen. Dieses Jahr in Taipeh. Vom 9. bis 19. September steigen dort die IWAS World Games 2007. Nach den zwei Teilnahmen in Christchurch/Neuseeland 1999 und 2003, Taipeh 2004 sowie Rio de Janeiro 2005 ist dies meine fünfte Teilnahme. Das heißt auch, das ich nach wie vor der einzigste Pool-Billard-Spieler der Welt bin, der an allen Weltspielen und Weltmeisterschaften teilgenommen hat. Es wird zwar wieder ein finanzieller Spagat, aber ich freue mich auf das Wiedersehen meiner asiatischen Freunde. Und selbstverständlich hoffe ich auf ein ordentliches Auftreten um meine 2004 verpasste Medaille dieses Jahr zu sichern.

2007 stehen noch viele weitere Turniere auf dem Programm. In der Verbandsliga wollen wir den Durchmarsch schaffen, diverse offene Landesmeisterschaften stehen ebenso an wie Turniere in Polen und anderen Ländern. Viel Spaß wird sicherlich die "Saustalltrophy" machen. Der BC Saustall Fieberbrunn (Österreich) veranstaltet bereits zum 17. Mal diesen Event, der nicht so bierernst genommen werden darf. Gemeinsam mit meinem österreichischen Kumpel Emil Schranz wollen wir die Konkurrenz schocken und beim Stoßwechsel im 9er-Ball den Titel entführen.
Eine Übersicht über mein Sportjahr 2007 findet ihr in meinem
Sporkalender.

So, das war es erst einmal. Auf geht´s jetzt wieder zum Training. Die Europameisterschaften im Visier...



Eintrag am 22. Dezember 2006

wie die Zeit vergeht... So langsam können wir uns darauf vorbereiten am Ende des Datums eine "7" anstelle einer "6" zu schreiben. Und Weihnachten ist ja auch wieder, so richtig Stimmung kommt bei dem Wetter aber auch nicht auf, oder!? Am Ende eines Jahres zieht man ja aber auch immer eine kleine Bilanz. Was war 2006, was ist gut gelaufen, was würde man auf dem PC in den Papierkorb schieben? Zum Glück muss ich nicht meine ganze Festplatte formatieren.

Denn das Jahr fing ja gleich mit dem Titelgewinn bei den Deutschen Meisterschaften im 9-Ball in Stuttgart an. Damit war ich für die Europameisterschaften in Brandenburg qualifiziert, wo ich Ende März mit der Bronzemedaille weiteres Edelmetall sammelte. Einzigster Wermutstropfen: Trotz der erreichten Qualifikation musste ich die Unkosten selber übernehmen. Die DBU übernahm lediglich das Startgeld. Behindertensport ist eben kein Spitzensport - Dankeschön, verstehen muss ich das aber nicht... Zwischen DM und EM ging es mit dem Flieger und meinem Kumpel Jo, der sich ebenfalls für die EM qualifiziert hatte, nach Rio de Janeiro. Das Apartement in Copacabana, die Rolling Stones mit über 1.200.000 Zuschauern, Carnaval im Sambodromo, wie immer war die Reise an den Zuckerhut superb.

In den Pfingstferien musste ich dann noch meine Fußballer von der SG Sonnenhof Großaspach alleine nach Mallorca ziehen lassen, belohnt wurde ich dafür mit zweimal Gold bei den offenen Landesmeisterschaften Baden-Württembergs.

Grüße aus den USA !Es folgte der Monat, auf den ganz Deutschland noch stolz zurückblickt: Die Fußball-WM 2006. Ich bin oft Gast bei Freunden in der ganzen Welt, jetzt durfte ich etwas zurückgeben: "Die Welt zu Gast bei Freunden", ein Slogan der mir sehr gut gefällt. Party in den Stadien, Party in den Straßen, keine Vorurteile gegenüber Hautfarbe, Religion un Herkunft - Das Wetter und die deutsche Nationalmannschaft ließ sich von den Emotionen von der Elbe bis zur Isar anstecken. Drei Spiele verfolgte ich im Gottlieb-Daimler-Stadion, darunter auch das "kleine" Finale, bei der die Klinsmänner grandios die Bronzemedaille sicherten. Ehrlich gesagt, ich hätte denen eine so tolle WM nicht zugetraut. Daher: Hut ab, starke Leistung!

Nach dem regnerischen Sommer führte mich die Reise in die USA. Gut gelaunt und voller Optimismus gin ich bei den US Nationals in Michigan an den Start. Satz mit "X", war wohl nix. Am Ende sprang zwar ein nicht allzu schlechter 9. Rang heraus, aber meine Leistung stimmte nicht, was mich mehr fuchst als eine gute Platzierung. Dafür war der anschließende Urlaub stark, einen Bericht könnt ihr hier nachlesen.

Kaum zurück aus den Staaten ging es gleich mit dem Ligaspielbetrieb weiter. Mit der ersten Mannschaft des Backnanger BC spiele ich ja in der Verbandsliga. Nach zwei Siegen folgte eine Niederlage und ein Remis. Auf Platz 3 rutschen wir in das neue Jahr. Im Herbst stimmte dann auch wieder die Leistung und folglich auch das Ergebnis. Bei den offenen Landesmeisterschaften Hessen verdrängte mich mein österreichischer Spezi Emil nach über 15 Stunden auf den zweiten Platz wie schon im Juli bei einer tollen Veranstaltung in Kempten. Wenn man solche Freunde hat, dann braucht man keine Gegner - Nee, Emil, das war schon in Ordnung so!

 

Danny, I miss you !
Am 23. April verstarb mein australischer Bruder Danny Novak. Nur vier mal durfte ich meine Zeit mit Danny persönlich verbringen. In Neuseeland 2003 und anschließend bei einem Besuch in seinem Haus in Myrtleford (New South Wales, Australien), in Taipeh 2004 und in Rio de Janeiro 2005. Vier große Momente mit einem Freund, der eben mehr als mein Freund war - mein Bruder! Im Mai dann die traurige Nachricht, das mein ´Buddy´ im Alter von 36 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes starb. Ich bin stolz Danny kennenlernen zu dürfen. Er hinterlässt eine große Leere in meinem Herzen, vergessen werde ich ihn aber niemals. Auch nicht seine/unsere liebe Mum Tessy und Daryl.
Wie hatten wir uns immer verabschiedet? -
"Friends forever...!"

To those Whom I loved and Those who Loved me.
When I am gone, release me, let me go-
I have so many things to see and do,
You must not tie yourself to me with tears,
Be happy that we had so many years.
I gave you my love, you can only guess
How much you gave me Happiness
I thank you for the love you each have shown,
But now its time I travel alone.
So grieve a while for me, if grieve you must-
Then let your grief be comforted by trust.
It is only for a while that we must part
So bless the memories within your heart.
I will not be far away,for life goes on-
So if you need me, call and I will come.
Though you cannot see ot touch me, I will be near,
And if you listen with your heart, you will hear
All my love around you, soft and clear.
Then, when you must come this way alone,
I will greet you with a smile and a "welcome home"

 

So, jetzt möchte ich mich aber bei meinen Freunden und Gönnern sowie allen Besuchern meiner Homepage für ein tolles Jahr 2006 bedanken. Wenn das neue Jahr ähnlich verläuft, dann freue ich mich schon drauf...


Fröhliche Weihnachten
und rutscht gut ins neue Jahr!



Eintrag am 20. November 2006

Die US Open sind seit der letzten Nacht für mich abgehakt. Zwar reichte es beim internationalen Hessen-Cup nur zum 2. Platz, aber meine Leistung hat gestimmt und ich bin mit meinem Turnierverlauf absolut zufrieden. Aber ich weiß jetzt auch, wie sich die Gegner von Wladimir Klitschko nach dem Boxkampf fühlen. Mit Ausnahme einer zweistündigen Pause, als ich auf meinen nächsten Kontrahenten warten musste, stand ich von 10 Uhr Morgens bis um 1.15 Uhr in der Nacht am Pool-Tisch. Hinzu kamen noch 400 Kilometer An- und Abreise, ich war ganz schön geplättet…

Pünktlich starte das Turnier mit 17 Akteuren, die verschiedenste Behinderungen hatten. Und das Schöne dabei: Das Niveau ist ständig am steigern, „Opfer“ gibt es keine mehr. Das musste ich gleich gegen den bayerischen Vertreter Peter Hohmann zu spüren bekommen. Gespielt wurde ein Satz 8-Ball auf 3 Gewinnspiele und ein Satz 9-Ball auf 4 Gewinnspiele. Als Morgenmuffel fiel es mir schwer in den Stoß zu finden, gewann aber Satz 1 mit 3:0. Peter drehte den Spieß im 9-Ball und eine einzige 8-Ball-Partie sollte über den weiteren Verlauf entscheiden. Das Break saß, versenkt mein Kugeln und ließ die gewinnbringende 8 vor der Tasche liegen. Peter konnte seine letzte Chance nicht nutzen und so hieß mein nächster Gegner Ralf Rücker aus Idstein. Ein alter Bekannter in der Pool-Szene, ich hatte mich gefreut ihn nach Jahren wiederzusehen. Froh war ich aber auch, als ich ihn nach zähem Kampf mit 2:0 Sätzen bezwang. Weiter ging es mit Achim Schmitt aus Fulda. Selten das ich ihn so stark habe aufspielen sehen. Achim präsentierte sich sehr lochsicher, der Sieg in 2 Sätzen ging aber erneut an mich. Im Einzug in das Finale traf ich auf meinen österreichischen Freund Emil Schranz, der mich daheim besuchte und mit dem ich gemeinsam zum Turnierort, die „Billardstubb“ in Rödermark-Urberach, fuhr. Irgendwie lief es überhaupt nicht für mich. Da auch Emil nicht seine beste Partie machte, aber mir dennoch problemlos die 2 Sätze abknöpfte, wurmte mich die vertane Chance auf den direkten Finaleinzug mächtig.

Es folgte das Warten auf den Gegner auf der Verliererseite. Ich hatte zunächst mit der Müdigkeit gekämpft, dann aber rechtzeitig für die zweite Finalchance wachgerüttelt. Gegner war wiederum Ralf Rücker, der wirklich tollen Billardsport zeigte. Aber mein Longoni-Queue lief von Beginn an. Die erste Partie schoss ich gleich mal an und aus und beim 3:0 im 8-Ball hatte Ralf nicht wirklich eine Chance. Im 9-Ball war es bis zum 2:2 spannend, bis ich die letzte Kugel zum 4:2 versenkte. Das Finale war, auch Dank der Unterstützung von Emil Schranz im Rücken, erreicht. Aber irgendwie habe ich einen Tirol-Virus eingefangen. Mein ansonsten gutes Spiel zerstörte ich immer wieder durch Unkonzentriertheiten, die Emil Schranz gnadenlos ausnutze. An diesem Abend war er eine wahre „Pottmaschine“. So verspielte ich auch die große Chance auf das 4:4 im ersten Satz, Österreich führte mit 1:0. Ich war wirklich gewollt den 9-Ball-Satz an mich zu reißen um durch den „Sudden Death“ den Titel zu gewinnen. 3:3 hieß es, bis plötzlich bei mir nichts mehr ging. Aber nach 15 Stunden darf die Konzentration schon mal etwas leiden. Während bei mir die Bälle in der Tasche klapperten hatte der starke Schranz auch mal das Glück des Tüchtigen und mit 6:3 holte er sich verdient den Hessen-Titel nach Innsbruck. Gratulation Emil, feiner Sport was Du da gezeigt hast!

Endstand (Top 6): 1. Emil Schranz (Innsbruck, Österreich), 2. Tai Volkmer (Althütte/Backnanger BC), 3. Ralf Rücker (Idstein), 4. Norman Hopsen (Neu-Isenburg), 5. Manfed Gattinger (Passau) und Achim Schmitt (Fulda). => zu den Presseberichten.

Nein, ich war zu keiner Zeit ernsthaft enttäuscht. So richtig glücklich war ich jedoch, als ich nach über 23 Stunden total kaputt die Matratze unter mir spürte.

Dankeschön an dieser Stelle zunächst an meine Sponsoren und alle, die mir die Daumen gedrückt hatten. Wahrscheinlich aber nur bis 24 Uhr, sonst hätte es doch mit dem Turniersieg klappen müssen, oder!? Dankeschön aber auch an die Verantwortlichen und Mitglieder des PC 69 Babenhausen für die Organisation und den reibungslosen Ablauf des Turniers sowie die nette (und attraktive!) Belegschaft des Bistro Billardstubb. Ich freu mich schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!



Eintrag am 13. Oktober 2006

Hallo liebe (Billard-) Freunde,

es fällt mir schwer die passenden Worte zu meinen USA-Trip zu finden. Ich war zuversichtlich, das ich bei den US Nationals etwas reißen könnte. Ich fühlte mich wohl, im Prinzip stand einem guten Wettbewerb in der Sportsbar „Two Stooges“ in Minneapolis nichts im Wege. Wie aber meine erste Partie aufgerufen wurde, so plötzlich war ich aber auch gehemmt. Nichts ging, ich verstand die Welt einfach nicht mehr. Die Enttäuschung hielt noch lange an. Sportredakteur Steffen Grün von der Backnanger Kreiszeitung hat meine eMail aber sehr gut in seinem Bericht am 21. September interpretiert, dem gibt es eigentlich nichts zuzufügen:


Mit Rang neun ist Volkmer nicht zufrieden

(stg) "Der Trip ist bisher nicht so verlaufen, wie ich mir das vorgestellt habe", lässt Tankred Volkmer per E-Mail wissen. Der 38-Jährige weilt derzeit in den Vereinigten Staaten: Er nahm dort an den US Nationals teil, die als das weltweit größte Turnier für Rollstuhl-Billardspieler gelten. Mit dem neunten Platz war Volkmer ganz offenkundig nicht besonders zufrieden.
Mit großem Optimismus war der ehrgeizige Sportler aus Althütte über den großen Teich geflogen. Seine Leistungen in den vergangenen Wochen hatten ihm die Zuversicht gegeben, in den Kampf um die Medaillenränge eingreifen zu können.

Daraus wurde nichts. Obwohl die letzte Trainingseinheit nach der Ankunft in Minneapolis ebenfalls gut gelaufen und der Jetlag überwunden war, fand Volkmer nicht zu seinem gewohnten Spiel. Der zweimalige Baden-Württembergische Meister, Deutsche Meister und EM-Dritte zog gleich im ersten Spiel gegen Bill Frisby, der auch als Turnierorganisator fungierte, mit 4:7 den Kürzeren. Auf der Verliererseite rehabilitierte sich Volkmer und schöpfte mit Erfolgen gegen Randall Morin (7:2) sowie Eric Jorbensen (7:4) frisches Selbstvertrauen für den zweiten Turniertag in der Hauptstadt Minnesotas. Mit dem 7:2 gegen Dale Keliin nahm der BillardCrack die erste Hürde relativ problemlos. Gegen Roland Forsyth ereilte Volkmer aber doch das Aus: Er ließ beim Stande von 4:1 zwei Chancen ungenutzt, auf 6:1 zu erhöhen. Stattdessen steigerte sich plötzlich sein Rivale, und Volkmer unterlag letztlich noch mit 6:7. Unter dem Strich stand nur der neunte Rang. Für Emil Schranz, seinen Kumpel aus Österreich, blieb sogar nur Platz 13.

"Das wäre ja alles nicht so schlimm gewesen", bilanziert Volkmer: "Aber dass wir so schlecht gespielt hatten, hat lange nachgewirkt." Der Titel bei dem Turnier ging an Kurt Deklerck: Der Belgier behielt im Finale gegen Charlie Hans (USA) knapp mit 11:10 die Oberhand. Eine Überraschung war der Sieg für Deklerck keinesfalls: Er zählte als Titelverteidiger zum engsten Favoritenkreis. In den nächsten Tagen schaut sich Volkmer noch in den USA um, ehe am 5. Oktober das Flugzeug in die deutsche Heimat starten wird.


An dieser Stelle darf ich mich noch herzlichst bei meinen Sponsoren bedanken, die mir die Teilnahme an den US Nationals erst ermöglicht haben: Reiner Kowarik von NIR Billard-Spielgeräte Vertriebs GmbH, Dieter Eblen von der Eblen GmbH Württembergische Versicherungen Backnang, meinem Bürgermeister Herr Sczuka von meinem Heimatort Althütte, Familie Gerti & Klau Ernemann von Ernährungsberatung Ernemann, Hans-Jürgen Boysen von der 1.Fußballschule Rhein Neckar, Familie Ferber vom Erlebnishotel Sonnenhof in Kleinaspach, Simone und Ingo Bühner von IBEA Tours, dem Team von Radio4Handicaps, meinen Sportkameraden vom Backnanger Billard Club, Monika Werner-Schaaf und Bernhard Schaaf von MWS Leasing sowie last-but-not-least Thomas, Stefan und Toto von der H.E.W.I.Metal Ltd. !!! - Dankeschön !!!

Den anschließenden Urlaub hatte ich dann auch dringend notwendig. Bis in die Rocky Mountains verfolgte mich das in Minneapolis Geschehene. Auf den zum Teil langen Fahrten durch die Prärie kommt man eben viel ins Grübeln. So gestaltete sich mein Trip folgendermaßen:

  • 1. und 2. Tag: Fahrt von Minneapolis (Minnesota) über Mitchell (South Dakota) zu den „Black Hills“ bei Rapid City
  • 3. bis 6. Tag: Besuch der zahlreichen Sehenswürdigkeiten in den „Black Hills” (Reptil Garden, Bear Country, Mount Rushmore, Devils Tower, Custer State Park, Wind Cave, Crazy Horse, Jewel Cave)
  • 7. und 9. Tag: Durch den “Wilden Westen” über Cheyenne (Wyoming) in den Rocky Mountains National Park
  • 10. bis 12. Tag: Denver - „The Mile High City“
  • 13. und 14. Tag: Getreide pflastern den Weg – Rückfahrt in den Osten bis Omaha (Nebraska)
  • 15. bis 17. Tag: Zurück zum Ausgangspunkt Minneapolis und Besichtigung der Downtowns von “Twin City” (Minneapolis und St. Paul)
  • 18. Tag: Rückflug über Atlanta nach Stuttgart

Es gab auf der langen Fahrt (über 3000 Meilen bzw. 5000 Kilometer) viel zu sehen. In den nächsten Tagen möchte ich euch mehr über diese Reise erzählen und ein paar Fotos zeigen. Die ersten beiden Artikel sind online, weiter folgen in Kürze.


Schaut also wieder vorbei !



Eintrag am 30. August 2006

Hallo liebe (Billard-) Freunde.

Es freut mich, das ihr den Weg auf meine Homepage gefunden habt. Auf das Stöbern durch meinen Webseiten darf ich euch noch etwas vertrösten. Ich weiß, das schon viele von euch darauf warten. Zuerst gilt aber meine Konzentration den bevorstehenden US Nationals vom 15. bis 17. September in Minneapolis, USA. Dazu hatte ich ja schon etliche Mails verschickt, ich würde mich freuen wenn auch der ein oder andere Gehör finden würde. Es wäre megastark, wenn ich euch mit in meine unten stehende Liste aufnehmen könnte... Hier unten erst einmal ein kurzer Vorbericht von mir auf das, was mich in Minneapolis erwartet...

Auf dem Weg zu den US Nationals

Wie schon Eingangs erwähnt bin ich ab dem 13. September wieder auf Tournee. Mein nächstes großes Pool-Billardturnier findet vom 15. bis 17. September in Minneapolis/USA statt. Die US Nationals gilt als das größte Mein neues Longoni-Queue...Turnier für Rollstuhlfahrer. Selbstverständlich kommt die größte Teilnehmerzahl aus den Staaten, aber zahlreiche Europäer und Asiaten haben meines Wissens schon ihr Kommen zugesagt. Es ist schwierig zu schätzen, wie viele Teilnehmer letztenendes in der Hauptstadt Minnesotas an den Start gehen, aber erfahrungsgemäß sind es zwischen 60 und 100 Topspieler.

Tolles Foto bei den Europamsisterschaften 2006 von meinem Freund Jo Schuler.Das macht ein positives Abschneiden natürlich nicht einfacher. Aber einfache Sachen kann jeder, ich will mich dieser Herausforderung gerne stellen und habe dabei auch kein allzu schlechtes Gefühl. Nachdem ich im Dezember 2005 wieder voll ins Training eingestiegen bin und ich in der kurzen Zeit bei den Behinderten in diesem Jahr schon einige Titel einstreichen durfte (2facher Landesmeister in Baden-Württemberg, Deutscher Meister und Bronzemedaillengewinner bei den Europameisterschaften) und zudem in den letzten Wochen die Kugeln immer besser rollen, gehe ich sehr zuversichtlich die Reise an. Zunächst denke ich Tag für Tag. Am Freitag möchte ich mich für die Zwischenrunde am Samstag qualifizieren, am Samstag für die Endrunde am Sonntag. Und dann kann ja, wie der Sport allgemein ist, alles passieren. Insgeheim schiele ich natürlich bei den heimlichen Weltmeisterschaften (die offizielle WM 2006 wurde leider abgesagt) auf ein Platz auf dem Treppchen. Aber wie sagt ein bekannter Fußballer: "Schau´n mer mal…!"

Wie bei jeder Großveranstaltung im Ausland, so sind auch die US Nationals für mich ein finanzieller Kraftakt, die Unterstützung von Verbänden fehlt. Billard hat eben (noch) keine Lobby wie andere Sportarten. Und wenn ich schon wegen meiner Leidenschaft Billard viel Geld investiere, hänge ich auch wieder meinen Urlaub mit dran. So fallen die Kosten wenigstens in einem erträglichen Rahmen an. Gemeinsam mit meinem Kumpel Emil Schranz führt uns der Weg durch "Midwest America". Von Minneapolis geht´s ab in den Westen über Badlands zum Mount Rushmore, der weltbekannten Stätte, wo die 4 Präsidentenköpfe in einen Berg gehämmert sind. Ich bin noch am überlegen, ob ich mein Konterfei daneben setze *grins*. Weiter geht´s in den Süden über einen 3713 Meter hohen Pass durch die Rocky Mountains nach Denver ehe die Reise schon wieder über Kansas City (?) nach Minneapolis führt, wo am 4. Oktober schon unser Flieger wartet...

Aber meinen langersehnten Urlaub kann ich dann auch nur wirklich genießen, wenn ich am Finaltag des Wettbewerbs, der Hauptgrund meiner Reise, dann auch gut abschneide. So kann ich dann auch schön in meinen Geburtstag hinein feiern... :-) (Hey, am 18.9. habe ich Geburtstag !!! *lol*)

Liebe Freunde, meinem Aufruf auf Unterstützung sind schon einige Privat- und Geschäftspersonen gefolgt. Für das Vertrauen darf ich mich schon jetzt bedanken. Meine Gönner findet ihr unten - Besucht auch mal bitte deren Webseiten, es gibt tolle Sachen zu entdecken! Es wäre natürlich schön, wenn sich vielleicht noch ein paar "Nachahmer" finden würden.


So, ich wünsche euch jetzt alle eine gute Zeit und vergesst nicht mir kräftig die Daumen zu drücken!

Es grüßt euch,

euer Tankred „Tai“ Volkmer
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